Anzeige

National

Vermeintliches „Skandalspiel“: Nur 3 von über 60 Verfahren führten zu Verurteilung

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 22. Mai 2014
Quelle: Jeronimo Ort

Nach dem Regionalliga-Spiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern II im März 2013 musste um markige Worte niemand bitten. Nachdem die Polizei von schweren Krawallen berichtet hatte, polterte etwa der rheinland-pfälzische SDP-Innenminister Roger Lewentz „Basta“-rhetorisch, dass das Maß voll sei und alle zur Verfügung stehenden Sanktionen ausgeschöpft werden sollten, um die Verursacher der Ausschreitungen zu bestrafen.

Anzeige

Schrecklich viele Mittel standen den ermittelnden Behören aber augenscheinlich nicht zur Verfügung. 62 Fans sind damals festgenommen worden und mussten sich in Verfahren wegen Land- und Hausfriedensbruchs, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten. Wie die im April gegründete Rot-Weiße Fanhilfe aus Kaiserslautern nun bilanziert, haben jedoch gerade einmal drei der Verfahren zur einer Verurteilung geführt, die übrigen wurden entweder ganz oder gegen Übernahme der Prozesskosten eingestellt, in anderen Fällen beließen es die zuständigen Richter bei einer Verwarnung.

Weniger differenziert ist allerdings der Verein selbst vorgegangen. Der 1. FC Kaiserslautern hatte einen großen Teil der Fans vorsorglich mit einem Stadionverbot belegt.