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National

Nach Leipzig-Spiel: 61 Tatverdächtige vom BVB identifiziert

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 17. Februar 2017
Quelle: imago

Nach den Vorfällen beim Heimspiel gegen RB Leipzig hat der BVB die erste Phase seiner Ermittlungen abgeschlossen. Nach Auswertung hochauflösender Stadionkamera-Bilder hat Borussia Dortmund 61 Tatverdächtige ermittelt.

Diese waren nach Vereinsangaben offensichtlich an der Präsentation beziehungsweise an Vorbereitungsmaßnahmen beleidigender Plakate aktiv beteiligt. Zur Identifizierung der Personen hat der Klub die entsprechenden Aufnahmen an die Polizei übergeben.

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„Die durch das Videomaterial aufgedeckten Taten bzw. Tatbeiträge weisen unterschiedliche Schweregrade auf und werden nach einer Einzelfallprüfung, die bei jedem Verdächtigen eine Anhörung einschließen wird, konsequent verfolgt“, so der BVB. Eine klare Zuordnung von Taten beziehungsweise Tatbeiträgen zu einzelnen Personen stehe dabei im Fokus, um nicht unschuldige Zuschauer mit zu bestrafen.

Als mögliche Konsequenzen für die verantwortlichen Personen nennt der Verein Stadionverbote, Vereinsausschlussverfahren, Dauerkarten-Kündigungen sowie zivilrechtliche Regress- und Schadensersatzansprüche. Erkenntnisse über schwerwiegende Verstöße will der Klub den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellen.

Hinsichtlich der Vorfälle außerhalb des Stadions betont der BVB, dass die Verantwortung hierbei bei den Strafverfolgungsbehörden liegt. Nach Angaben der Polizei wurden in diesem Zusammenhang bislang 32 Ermittlungsverfahren eröffnet. Nach Erkenntnissen des Vereins könnte sich diese Anzahl innerhalb der kommenden Wochen noch auf 40 bis 50 erhöhen.

Trotz der Vorkommnisse wünscht sich der Verein eine „sachliche und differenzierte Betrachtungsweise. Eine pauschale Verurteilung der BVB-Fans und auch seiner Ultraszene halten wir für kontraproduktiv und nicht zielführend.“