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National

Nach Einladung eines NPD-Fanvertreters: Aalens Aufsichtsratschef tritt zurück

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 20. August 2015
Quelle: Memorino via Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0

Es ist schon eine außergewöhnliche Haltung, die Uwe Burkhardt da offenbart hat. Einen NPD-Kreisvorsitzenden als Fanvertreter zu einem Strategiegespräch einzuladen, sei nicht problematisch. Es zähle schließlich allein fußallerische Kompetenz und nicht das Parteibuch, hat der Aufsichtsratsvorsitzende des VfR Aalen wissen lassen und damit die Einladung des NPD-Aktivisten Dominik Stürmer vor gut einem Monat verteidigt.

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Der Verein selbst sieht das allerdings deutlich anders – und hat Burkhardt offenbar Konsequenzen nahegelegt. Burkhardt pflichtet kleinlaut bei: „Ich wusste nicht, dass es sich bei einem Teilnehmer der Gesprächsrunde um den NPD-Kreisvorsitzenden handelte. Diesen Fehler bedauere ich. Um weiteren Schaden vom Verein abzuwenden, sehe ich meinen Rücktritt als unumgänglich.“

Der VfR Aalen betont nochmals ausdrücklich, dass Vielfalt und Toleranz wichtige Eckpfeiler im Wertekanon des Vereins sind.  In allen VfR-Teams seien Menschen verschiedener Glaubensrichtungen und Nationalitäten gemeinsam aktiv, gleiches gelte für die Fans des VfR Aalen. Der Drittligist stelle sich entschieden gegen Rechtsradikalismus, Gewalt und Diskriminierung jeglicher Art.