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National

„Bitte andere Wege ins Stadion suchen!“

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 17. Oktober 2014
Quelle: Chris R. via flickr | CC BY 2.0

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hat einen weiteren Streik angekündigt. Dieses mal gehören auch Tausende Fußballfans zu den Leidtragenden. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn AG gegenüber fanzeit bestätigte, werden auch alle Sonder- und Entlastungszüge der DB von dem Streik betroffen sein.

„Fans müssen sich bitte andere Wege ins Stadion suchen“, sagt die Sprecherin. Wer kein Auto zur Verfügung hat, bleibt also möglicherweise auf der Strecke. Ab Freitagnachmittag (17. Oktober) halten die Güterzüge an, ab Samstagnacht (2 Uhr) stellt auch der Personenverkehr seinen Dienst ein. Der Streik – nach Auskunft der Deutschen Bahn kein bloßer Warnstreik – dauert das ganze Wochenende an, erst Montag früh ist mit planmäßigen Zugreisen zu rechnen.

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Damit beeinträchtigt der Lokführerstreik natürlich auch die Spieltage im deutschen Fußball. Auswärtsfahrer aus Leipzig beispielsweise, die RB heute Abend nach Nürnberg begleiten wollen (Anstoß 20.30 Uhr), müssen auf der Rückfahrt mit Alternativen zur Bahn planen. Am Samstag trifft es vor allem Fans aus Bremen, die zum Auswärtsspiel in der AllianzArena mit mehr als 750 km die weiteste Anfahrt haben. Aber auch die Herthaner und Wolfsburger, die mehr als 500 beziehungsweise 600 Kilometer ohne die Deutsche Bahn überwinden müssen.

Doch auch die kürzeren Strecken sind problematisch. Insbesondere das Spiel 1.FC Köln gegen Borussia Dortmund war in der Vergangenheit auch ohne Streik schon von einigen Verkehrsproblemen geprägt. Nach Auskunft des BVB ist die morgige Lage noch unklar, das Ausweichen auf weitere Fanbusse scheint wenig vielversprechend zu sein.

MoG