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National

Montagsspiele in der Bundesliga?

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 18. Februar 2015
Quelle: imago

Als DFL-Chef Christian Seifert von unpopulären Maßnahmen sprach, die zu ergreifen seien, um mit der Premier League noch mithalten zu können, war das möglicherweise schon mehr als eine Richtungsdebatte. Wie die Sport Bild erfahren haben will, verhandelt die DFL bereits konkret über eine weitere Aufsplitterung des Spieltags.

Was Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler bereits als „Zückerchen“ fürs Pay-TV anpries, soll demnach wohl fester Bestandteil des Pakets werden, das die Liga bei bei den Verhandlungen über die TV-Rechte ab der Saison 2017/18 anbieten will: regelmäßige Montagsspiele in der 1. Bundesliga. Das will die DFL den Vereinen zudem als Entgegenkommen schmackhaft machen. Theoretisch ist bereits jetzt angepeilt, drei Sonntagsspiele anzusetzen, wenn deutsche Teams donnerstags zuvor in der Europa League gespielt haben. Da dies jedoch nicht immer gelingt, wäre der Montag ein möglicher Zusatztermin, der den Fahrplan der international spielenden Klubs etwas entzerren könnte. Bis zu zehn Mal könnte demnach ein Spiel am Montagabend angesetzt werden – womöglich sogar als exklusive Pay-TV-Begegnung.

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Ein weiteres Denkmodell, das die Sport Bild ins Gespräch bringt, würde möglicherweise auf mehr Zustimmung bei den Zuschauern treffen. Nach dem Vorbild des englischen „Boxing Days“ könnte der letzte Hinrundenspieltag auf den 26. Dezember verschoben werden, die Winterpause damit um eine Woche verkürzt.

Besänftigen dürfte die Fans das aber kaum. Schon jetzt ist es vielen oft kaum möglich, ihre Mannschaften in der Fremde zu begleiten, besonders in der 2. Bundesliga sind Auswärtsspiele am frühen Freitagabend oder Samstagmittag ohne Urlaubstage praktisch nicht zu realisieren. Der Fanverband „ProFans“ hat sich daher prophylaktisch mit einem offenen Brief an Seifert gewandt. Darin fordern sie sogar die Abschaffung des Montagsspiels in der 2. Bundesliga. Die Antwort wird womöglich das Gegenteil sein.