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Mildes Urteil gegen Carl-Zeiss-Fans

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 15. Januar 2015
Quelle: imago

Sechs Anhänger von Carl Zeiss Jena mussten sich wegen einer Schlägerei im Plauener Vogtlandstadion vor Gericht verantworten. Für fünf von ihnen sind die Verhandlungen schon wieder vorbei.

Den Angeklagten wurde vorgeworfen, nach dem Auswärtssieg beim VFC Plauen am 28. April 2013 an einer Schlägerei beteiligt gewesen zu sein. Sie sollen einen anderen Jena-Fan im Auswärtsblock angegriffen haben, deswegen mussten sich die Männer zwischen 21 und 33 Jahren nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

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Gegen fünf von ihnen hat der zuständige Richter das Verfahren vorläufig eingestellt. Sie müssen Geldstrafen an gemeinnützige Vereine zahlen. Gegen den sechsten wird die Verhandlung in der nächsten Woche fortgesetzt. Ein Großteil der Angeklagten ist Mitglied der „Horda Azzuro“, das 50-jährige Opfer gehört einer Fangruppe aus Gera an. Es besteht der Verdacht, dass der Konflikt zwischen den Gruppen mit unterschiedlichen politischen Gesinnungen zu tun hat. Bei dem Prozess wurden Zeugen aus beiden Lagern befragt.

Der 33-jährige Angeklagte, der auf das am Boden liegende Opfer eingetreten haben soll, wurde bereits in der Vergangenheit verurteilt und ist derzeit „auf Bewährung“. Auch aus diesem Grund wollte das Gericht den Fall nicht an einem Tag abschließen.

moG