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National

Mehr Vorsänger und weniger „abgespultes Programm“ bei Ultras Essen

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 20. Januar 2015

Die Ultras Essen haben Konsequenzen aus einer Stimmungsdiskussion gezogen, die die Gruppe im November mit anderen Teilen der Essener Fanszene geführt hatte. Unter anderem sollen künftig zwei bis drei Vorsänger den Support organisieren. Gleichzeitig sollen die sich aber ein wenig zurücknehmen.

Aufgabe der neuen Vorsänger soll es sein, die Stimmung in der Kurve aufzunehmen, statt selbst die Musik zu machen. „Unser ‚Vorsänger‘ singt nur vor, wenn nichts von der Tribüne kommt, wenn aber was kommt, nimmt er es sofort auf und trägt es weiter und versucht Gesänge zu koordinieren. Dies ist ein wichtiger Punkt und Unterschied zu manch einer Kurve, die nur noch durch den Vorsänger lebt. Hierzu bedarf es aber dem Verständnis, dass nicht jeder Gesang parallel durchzusetzen ist“, heißt es in einem Statement der Gruppe.

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Zudem werde man weiter den „Essener Weg“ in Sachen Stimmung und Atmosphäre beschreiten. Heißt: „Mehr brachiale Gesänge beziehungsweise laute Gesänge, weniger selbstverliebtes Gemurmel“ sowie „mehr spielbezogener Support und weniger Abspulen von einem Programm. Dies bedeutet aber auch, dass jeder mitziehen und das Kollektiv über dem Individuum stehen muss.“

Der Anlass der Absichtserklärung könnte passender nicht sein. Schließlich steht am 7. Februar bei Alemannia Aachen das Stimmungs-Highlight der Saison auf dem Programm. Während die „Szene Aachen“ schon ein Mobilisierungs-Video veröffentlicht hat, planen die Ultras Essen, die insgesamt 5.000 Essener Fans, die RWE nach Aachen begleiten werden, in einem Stimmungsblock zusammenzuführen. Dazu sollen neben den begrenzten Stehplätzen auch die angrenzenden Sitzplätze vorzugsweise von Anhängern genutzt werden, die gewillt sind, ihr Team lautstark anzufeuern. „Sprecht Euch vor Ort ordentlich ab und seht zu, dass keine Unruhe einkehrt, falls jemand auf seinen Sitzplatz besteht. Essen hält zusammen!“

Weiterhin fordern die Ultras alle Essener Anhänger dazu auf, nicht über die Stränge zu schlagen: „Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass dieses Spiel als Hochsicherheitsspiel gilt, was ein Großaufgebot von Polizei und Ordnungsdienst bedeuten wird. Gebt beiden Parteien keine Chance ihre Präsenz zu rechtfertigen! Baut keine Scheiße, sauft Euch nicht zu, benehmt Euch den Umständen entsprechend und gebt Festnahmen und Anzeigen keine Daseinsberechtigung! Reist früh genug an und bezieht in Ruhe Eure Plätze und legt an diesem Tag den Fokus auf eine ordentliche Repräsenz unseres Vereins und die volle Unterstützung unserer Mannschaft!“