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National

Materialverlust: Brigade Nord stellt Aktivitäten ein

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 16. Oktober 2016
Quelle: imago

Die Hannoveraner Ultragruppe „Brigade Nord“ stellt ab sofort sämtliche Aktivitäten ein. Grund dafür ist der Verlust von Fanmaterial an Anhänger von Eintracht Braunschweig. 

„Leider ist das passiert was niemals passieren sollte: Unser Material in den Händen des größten Rivalen“, gibt die Gruppe auf ihrer Website bekannt. Nach fanzeit-Informationen handelt es bei besagtem Material um eine Schwenkfahne der Brigade, die Braunschweiger Fans bei einem Überfall auf ein Mitglied der Gruppe auf dem Heimweg erbeuteten.

„Leider waren wir nicht in der Lage dies zu verhindern. Wir haben Fehler gemacht. Zu viele Fehler die bei uns selbst zu suchen sind“, gibt sich die Gruppe selbstkritisch.

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Doch auch die gesamte Entwicklung der Ultraszene hat die Brigade Nord nach eigenen Angaben dazu bewogen, ab sofort nicht mehr als Gruppe aufzutreten: „Wir wollten nie diejenigen sein die einen Krieg auf dem Rücken von Ultrá führen. Wir müssen jedoch Erkennen: Krieg gehört mittlerweile überall dazu und wird mit allen Mitteln geführt. Diese Mittel und Orte (!) lehnen wir ab.“

Inbesondere der Zeitpunkt der Entscheidung sei hart für die Ultras gewesen, da diese nach einer längeren „Restrukturierungsphase“ erst seit Kurzem wieder optisch in Erscheinung getreten waren.

„Die Brigade Nord lebt in uns weiter. In unseren Freundschaften und unserer Verbindung, welche einer Familie gleicht. Wir wünschen der Szene ein erwachen aus der Einbahnstraße Richtung „italienische Tragödie“. Ultrá ist der Kampf ums Ganze. Doch das Ganze ist viel mehr“, heißt es von der Gruppe zum Abschied.