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National

Maßnahmenkatalog in Münster: Doppelhalter verboten

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 16. Juli 2014
Quelle: imago

Der SC Preußen Münster verschärft das „Sicherheits- und Brandschutzkonzept“ im Preußenstadion stark. Neben einem Verbot von Doppelhaltern müssen Fans, die Zaunfahnen anbringen wollen, einen Fahnenpass im Vorfeld der Saison erlangen. Auf der Website wurde nun verkündet, dass sich noch viele weitere Dinge für die Fans verändern werden.

Preußen Münster stellt klar, dass der Verein ab der Spielzeit 2014/2015 der Hausrechtsinhaber des städtischen Preußenstadions ist und somit auch für die Stadionsicherheit und einem dazugehörigen Maßnahmenkatalog verantwortlich ist. Da im letzten Jahr die Stadionordnung mehrere Male durch die Fans missachtet worden sei, musste nun das „Sicherheits- und Brandschutzkonzept“ nochmals überarbeitet werden. Fans, die Fahnen ab einer Stocklänge von 2 Metern mit ins Stadion nehmen wollen, müssen einen Fahnenpass beantragen. Auch für Zaunfahnen oder Banner, die im Stadion oder „anderen festen Bauten angebracht werden sollen“, ist ein Fahnenpass erforderlich. Das Kritischste jedoch: Doppelhalter sind ausnahmslos verboten!

 

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Choreographien anmelden – Fahnenpass beantragen

Die Fahnenpässe können beim Testkick gegen den SC Heerenven bei den Fanbeauftragten des SCP beantragt werden. Auch geplante Choreographien der Ultra-Gruppen oder anderer Fans „müssen in einem angemessenen Zeitrahmen über die Fanbeauftragten beziehungsweise das Fanprojekt beim Sicherheitsbeauftragten angemeldet werden“. Über die mögliche Durchführung wird dann diskutiert. Die mobilen Verkaufsstände der Fans, die bis dato aus Tapeziertischen oder Bierbänken bestanden, müssen ebenso wie die Blockhütte aus dem Stadion entfernt werden, da diese dem neuen Brandschutzkonzept nicht entsprechen.

Infostände können laut Angabe mit Absprache des Vereins außerhalb des Stadions platziert werden – Verkauf und Vertrieb von Artikeln ist jedoch nicht gestattet. Auch bei Verteilen von Flugblättern oder Handzetteln müssen der Veranstaltungsleiter und der Sicherheitsbeauftragte vorher verständigt werden und anschließend zustimmen.

jh