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National

„Man muss ja als Fan auch nicht immer alles wissen“

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 19. März 2015
Quelle: imago

RB Leipzig ist für viele Fans in Deutschland ein rotes Tuch. Ganz besonders jedoch für die Anhänger des Traditionsklubs Lokomotive Leipzig, da RB innerhalb weniger Jahre, dank Hilfe des Großsponsors, Lok Leipzig die Vorherrschaft in der Stadt entriss. Eine Zusammenarbeit beider Vereine ist aus Fansicht undenkbar. Mario Basler, Sportdirektor von Lokomotive Leipzig, könnte sich jedoch genau eine solche Kooperation mit dem Stadtrivalen vorstellen.

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In einem Interview mit Spox betonte der ehemalige Nationalspieler, dass er eine Kooperation mit RB Leipzig nicht für unmöglich hält. Dennoch sieht Basler gewisse Hindernisse: „Auf offiziellem Wege ist es in der Tat unvorstellbar. Da würden sicherlich beide Fanlager durchdrehen. Aber man könnte ja auch einen inoffiziellen Weg einschlagen. Man muss ja als Fan auch nicht immer alles wissen. Am Ende geht es nämlich immer um den Verein und nicht um den Fan“. Basler sehe im Stadtrivalen eine Bedrohung für Vereine wie den FC Bayern oder den VfL Wolfsburg, jedoch nicht für den Sport. Gegenüber Spox äußerte Basler: „Theoretisch bräuchte RB diese ganzen Sponsoren ja gar nicht, da sie bereits einen Gönner haben, der nicht weiß wohin mit seinem Geld.“

Auch zu Mäzen Dietmar Hopp bezog der Europameister von 1996 Stellung: “ Ein Dietmar Hopp stört mich nicht, er hilft ja beispielsweise auch nebenbei kleineren Vereinen. Ob ein Verein besonders stark subventioniert wird oder nicht – sportlich muss er erst einmal die entsprechende Leistung bringen“.

Basler hatte bereits letztes Jahr im „Volkswagen Doppelpass“ auf Sport 1 seine Meinung bezüglich Dietmar Hopp und Dietrich Mateschitz  geäußert: „Ich wär froh, wenn Mateschitz in Kaiserslautern geboren wäre“. Seiner Meinung nach, würde kein Verein solche Einnahmen durch einen wohlhabenden Gönner ablehnen.