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Mainzer Ultras verzichten auf „Privilegien“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 24. November 2016
Quelle: imago

Zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und seiner aktiven Fanszene rumort es gewaltig. Die Ultras ziehen nun Konsequenzen. 

Weil der Klub damit drohte, vermeintliche Privilegien wie den Stand der Ultraszene Mainz, Lagermöglichkeiten im Stadion und Vorsängerpodeste zu widerrufen, hat die aktive Fanszene diese dem Verein am Mittwochnachmittag zurückgegeben. „Da sie niemals Druckmittel im Umgang miteinander, sondern immer nur Werkzeug einer freien Kurve sein dürfen!“, heißt es dazu auf der Website des Q-Block Mainz.

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In einem Schreiben an die Fanszene begründet der Vorstand des Vereins die Schritte mit unterschiedlichen Verfehlungen. So sollen sich andere Anhänger über rücksichtsloses und aggressives Verhalten der Ultras beschwert haben, insbesondere nach deren Umzug in den Q-Block. Zudem kritisiert der Vorstand das Abreißen eines Werbebanners beim Auswärtsspiel in Leipzig sowie das wiederholte Zünden von Pyrotechnik.

„Die Identität des Vereins ist untrennbar verbunden mit den Attributen Leidenschaft, Gemeinschaft, Engagement und Toleranz. Wer diesen Gemsinschaftssinn gefährdet, handelt gegen die Interessen unseres Vereins und kann keine Unterstützung von uns erwarten“, heißt es in dem Schreiben.

Zuletzt hatten auch die Nürnberger Ultras wegen Verwerfungen mit dem Verein auf ihre Privilegien verzichtet. Es scheint, als setzten Vereine den Entzug von solchen Sonderrechten immer häufiger als Druckmittel ein.