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Mainzer Ultras äußern sich zum RB-Spiel

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. November 2016
Quelle: imago

Um 15:30 Uhr tritt der 1. FSV Mainz 05 am heutigen Sonntag bei Aufsteiger RB Leipzig an. Anders als einige andere Fanszenen werden die Mainzer Anhänger die Partie nicht boykottieren, sondern sogar mit einem Sonderzug nach Sachsen fahren. Weshalb sie so entschieden hat, erklärt die Ultraszene Mainz in einer Stellungnahme.

„Wir als Fans wollen immer wieder unser Alleinstellungsmerkmal – den Weg unseres Erfolges – herausstellen und feiern. Das werden wir in München, in Hoffenheim, in Hamburg, in Wolfsburg. Und das werden wir auch in Leipzig. Deshalb kommt es für uns auch überhaupt nicht in Frage, das Spiel zu boykottieren“, heißt es darin.

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Dennoch sparen auch die Mainzer Ultras nicht mit Kritik am „Marketing-Projekt“ aus Leipzig: „Das, was in Mainz langsam herangewachsen ist, wurde in Leipzig binnen sieben Jahren übers Knie gebrochen. Hier wurde ein Teilnehmer des Bundesligabetriebs einzig zu Werbezwecken herangezüchtet, um eine PR-Trophäen-Jagd zu inszenieren.“

Das Spiel beim Aufsteiger versinnbildliche „geradezu die Gegensätze des wirtschaftlich erzwungenen und des sportlich erkämpften Erfolges.“ Daher verwundert es die Mainzer Ultras umso mehr, dass der eigene Verein den Gegner in seiner Stadionzeitschrift hofiere, „als müsse man sich einschleimen“, „anstatt die eigene Identität als frecher Emporkömmling zu betonen.“

Kritik üben die FSV-Anhänger aber auch am „unerträglichen Leipzig-Bashing“ einiger Fußballfans, wie einem kürzlich erschienenen „hirnlosen Rap-Song“, in dem RB als „Ungeziefer“ oder „Rattenball“ bezeichnet wird. „Solche Unwörter können die Vorgänge von Leipzig weder vernünftig beschreiben, noch eine vernünftige Kritik formulieren. Sie sind einfach nur dumm und stellenweise gefährlich“, mahnen die Ultras, die daher lieber auf eine eigene ausführliche Auseinandersetzung mit RB Leipzig sowie fehlgeleiteter und berechtigter Kritik daran verweisen.