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Hintergründe

Mach was gegen Hässlich!

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 04. Juni 2014
Quelle: www.alsenweg.de

Die großen Zeiten von Waldhof Mannheim liegen schon eine Weile zurück. Mittlerweile hat sich der Verein notgedrungen in der Viertklassigkeit einrichten müssen – zwischenzeitlich stand es sogar noch schlimmer um den ehemaligen Bundesligisten. Waldhof, das ist einer dieser Klubs, die meistens dann aufgerufen werden, wenn es am Stammtisch um „Was macht eigentlich…?“ oder „Die gehören doch eigentlich ganz woanders hin“ geht.

Neben dem nackten Überleben ist der eigene Anhang oft das Wertvollste, was vielen einstmals glorreichen Adressen des Profifußballs geblieben ist. Dass sich das durchaus nicht nur in Anerkennung, Unterstützung und Zuschauereinnahmen niederschlägt, erfährt der Regionalligist nun demnächst wohl unübersehbar.

Ähnlich wie der Verein selbst ist auch die Infrastruktur von einem schleichenden äußerlichen wie innerlichen Verfall nicht verschont geblieben. Die im Fandachverband Pro Waldhof e.V. organisierten Fans des SV Waldhof Mannheim haben sich für die Sommerpause daher nun ein ambitioniertes Projekt vorgeknöpft. Mit ehrenamtlicher Hilfe möglichst zahlreicher Waldhof-Fans soll die Fassade der Seppl-Herberger-Sportanlage am „Alsenweg“ optisch aufgepeppt werden. Sowohl das Stadt- als auch das Vereinswappen sollen am Ende der Aktion in knalligen Farben die Haupttribüne in gesamter Breite verschönern.

Bei der Umsetzung greifen die Mannheimer bei nicht nur die choreoerfahrenen Ultras zurück – auch Graffiti-Künstler haben Bereitschaft signalisiert, ihr Wissen und ihre Erfahrung mit in das Projekt einfließen zu lassen. Um überhaupt die Kosten aufbringen zu können, haben sich die federführenden Organisatoren zudem für ein Crowdfunding-System entschieden. Auf der eigens eingerichteten Webseite können Unterstützer so auch ohne aktives Zutun das Projekt unterstützen. Für 5, 25 und 250 Euro gibt es verschiedene Pakete mit entsprechenden Gegenleistungen zu erwerben.

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Vontatten gehen soll der Anstrich innerhalb von nur gut zwei Wochen (19. Juni bis 4. Juli). „Die ehrenamtliche Gestaltung unseres Vereinsgeländes durch uns Fans ist nun die ideale Gelegenheit, um wieder näher zusammenzurücken und alle zusammen etwas zu schaffen, auf das wir selbst und auch nachfolgende Generationen stolz sein können. Welche Fanszene in Deutschland hat ihrem Vereinsgelände schon mal einen neuen Anstrich diesen Ausmaßes verpasst?“, fragen die Macher auf ihrer Seite. Wer Teil des Ganzen werden möchte, darf natürlich gerne mit anfassen.

Auf Seite 2: Ein Interview mit den Organisatoren des Alsenweg-Projekts.