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National

Lübeck-Fans wehren sich gegen Vorwürfe

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 06. November 2014
Quelle: imago

Beim Regionalliga-Spiel zwischen Hannover 96 II und dem VfB Lübeck kam es während des Spiels zu Ausschreitungen, die Partie musste für 15 Minuten unterbrochen werden. Laut Angaben von Hannoveraner Fans gingen den Auseinandersetzungen rassistische Gesänge des Lübecker Anhangs voraus, woraufhin die 96-Fans, „die Sache selbst in die Hand“ genommen hätten. Nun wehren sich die Lübecker Anhänger gegen die Vorwürfe.

In einer ausführlichen Stellungnahme, die der Fankreis VfB Lübeck in seinem Forum veröffentlicht hat, setzt sich die Organisation „mit den Irrungen und Wirrungen“ im Norddeutschen Fußballverband (NFV) auseinander und geht dabei auch auf die Vorfälle in Hannover ein. So bestreiten die Lübeck-Fans, dass es zu rassistischen Gesängen gekommen sei, es habe lediglich „gegenseitige verbale Provokationen“ gegeben. Auffällig bei diesen schwerwiegenden Vorwürfen sei jedoch, „dass Polizei, Ordner, Stadionsprecher, Vereinsoffizielle, Presse usw. nichts von all dem mitbekommen haben – einzig der Anhang aus Hannover meint dies vernommen zu haben und versucht seine Verfehlungen dadurch entschuldigen zu können, dass man „rassistische Hetze“ in Selbstjustiz unterbunden habe.“

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Auch wundert sich der Fankreis, „dass eine Fangruppe die andere Fangruppe unbehelligt von umherstehenden Ordnern, die scheinbar in Duldungsstarre verharrten, körperlich angreifen kann und die Polizei hingegen munter gegen diejenigen vorgeht, die im eigenen Block angegriffen werden (statt sich um die Angreifer zu kümmern).“

Den Vorwurf der „rechten Anhängerschaft“, der „den tatsächlichen Gegebenheiten in der aktiven Fanszene des VfB seit Jahren nicht gerecht wird“, wollen die Fans nicht auf sich sitzen lassen: „Auch gegnerische Fanlager werden nicht müde, diese Vorurteile stets dann herauszukramen, wenn dies als Entschuldigung für eigenes Fehlverhalten herhalten soll – diese fadenscheinigen Argumentationsmuster sind für jeden zu erkennen, der sich ein wenig intensiver mit unserer Fanszene beschäftigt“, heißt es in der Stellungnahme.

fn