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National

Lok Leipzig muss für rechtsradikale Sprechchöre zahlen

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 02. März 2018
Quelle: imago

Das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) hat den Regionalligisten 1. FC Lokomotive Leipzig wegen rechtsradikaler Sprechchöre und antisemitischer Rufe beim Stadtderby gegen Chemie Leipzig im vergangenen November zu einer Geldstrafe verurteilt. 

4.000 Euro müssen die Leipziger zahlen. Bis zu 2.000 Euro davon können sie jedoch für präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus verwenden.

Wegen anderer Vorkommnisse beim Derby hatte der NOFV bereits beide Vereine zu einer Geldstrafe verurteilt. Die erneute Verhandlung war erforderlich geworden, weil der Verband von den diskriminierenden Vorfällen erst nach Abschluss des vorhergehenden Sportstrafverfahrens erfahren haben will.

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Während des Spiels im Bruno-Plache-Stadion waren einige Lok-Fans unter anderem durch „Zecken, Zigeuner und Juden Ultras Chemie“-rufe aufgefallen.

„Der NOFV tritt rassistischen und rechtsextremistischen Entgleisungen entschieden entgegen“, sagte Stephan Oberholz, Vorsitzender des NOFV-Sportgerichtes, nach der Verhandlung. „Rassistische und antisemitische Parolen haben im Fußball keinen Platz. Hier vertritt der NOFV eine klare Null-Toleranz- Haltung. Dem hat sich auch der 1. FC Lokomotive Leipzig angeschlossen und deshalb dem Urteil zugestimmt.“