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National

Lok Leipzig erringt juristischen Erfolg gegen Legida-Chef

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 11. Mai 2015
Quelle: imago

Legida-Chef Silvio Rösler darf sich nicht mehr öffentlich mit dem 1. FC Lokomotive Leipzig gemein machen. Der Oberligist hat eine entsprechende Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung erwirkt.

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Lok Leipzig war juristisch gegen Rösler vorgegangen, nachdem der sich bei einer Demonstration der Legida-Bewegung öffentlich dafür bedankt hatte, dass „Sportfreunde des 1. FC Lokomotive Leipzig“ als Ordner bei der Veranstaltung aufgetreten seien und für Sicherheit gesorgt hätten.

Eine entsprechende Verortung im rechten politischen Spektrum missfällt den Blau-Gelben allerdings. Die Äußerung lege den Schluss nahe, dass auch der Verein als Mit-Organisator einer rechten politischen Veranstaltung auftrete. „Der 1. FC Lokomotive Leipzig widerspricht dieser Äußerung auf das Nachdrücklichste. Der Verein möchte sich mit Vehemenz dagegen wehren, dass er als Unterstützer oder Befürworter einer als rechtspopulistisch angesehenen Gruppierung erwähnt wird. Der 1. FC Lokomotive Leipzig bekennt sich satzungsgemäß zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz sowie parteipolitischer Neutralität. Extremistische, rassistische und fremdenfeindliche Bestrebungen und Verhaltensweisen lehnt der 1. FC Lokomotive Leipzig jedoch strikt ab“, hieß es in einer ersten Erklärung nach dem Vorfall.

Der Verein hat angekündigt, auch in Zukunft gegen ähnliche politische Instrumentalisierungsversuche juristisch vorzugehen. Rösler hat bei Lok zudem Hausverbot erhalten.