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National

Lokal Crew wehrt sich gegen „kollektives Stadionverbot“ in Osnabrück

Autor: Kim Heeß Veröffentlicht: 27. Januar 2015
Quelle: imago

Der VfL Osnabrück hat Arminia Bielefeld ein geringeres Kontingent an Karten vermacht, um Ausschreitungen beim Derby am kommenden Samstag zu verhindern. Diese Einschränkungen wollen die Bielefelder Ultras der Lokal Crew nun umgehen und weichen auf umliegende Tribünen aus.

Lediglich 1300 Tickets anstatt der üblichen 2200 Karten wurden zum Verkauf freigegeben. Aus Sicht der Gäste eine nicht hinnehmbare Kollektivstrafe. Wie nicht anders zu erwarten, beschafften sich darauf hin viele Fans aus Bielefeld Tickets in angrenzenden Blöcken, um ebenfalls beim Derby dabei sein zu können.

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Die Ultras der Lokal Crew aus Bielefeld werden wohl die Reise nach Osnabrück antreten, obwohl die komplette Szene nur Karten für die neutrale Tribüne neben dem Gästeblock besitzt. Warum die Fans sich Karten für die angrenzenden Zuschauertribünen besorgten, begründen sie wie folgt: „Diese Notwendigkeit, auch für viele weitere Arminen, ergab sich aus der von Behörden, Verbänden und Vereinen als Sicherheitskonzept suggerierten Verfügung, uns Gästefans ihr Ticketkontingent zu reduzieren.[…] Derartige ‚präventive Kollektivstrafen‘ sind aber weder legitim noch wirksam.“

Der Verein spricht jedoch eine präventive Warnung aus und weist darauf hin, dass die Stadionordnung in Osnabrück es zulasse, Fans den Einlass zu verweigern oder sie in andere Blöcke zu versetzen. Auf der Website von Arminia Bielefeld heißt es dazu:“ Wer anhand von schwarz-weiß-blauen Fanartikeln (wie Schals und Trikots) als Arminia-Fan identifiziert wird, muss damit rechnen, keinen Einlass zu Osnabrücker Tribünenbereichen zu erhalten. Die Stadionordnung des VfL besagt zudem, dass zur Abwehr von Gefahren die Besucher verpflichtet sind, auf Anweisung der Polizei oder des Ordnungsdienstes andere Plätze als auf Ihrer Eintrittskarte vermerkt – auch in anderen Blöcken – einzunehmen.”

kh