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National

Leverkusener Ultras beweisen Feuerfestigkeit ihrer Choreo

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 28. Januar 2017
Quelle: imago

Der Streit um eine abgesagte Choreografie anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Leverkusener Ultras vom „Farbenstadtinferno“ wird immer skurriler. Nun hat sich auch die Stadt Leverkusen eingeschaltet und die Aktion endgültig verboten. Mit einem simplen Video entziehen die Ultras diesem Verbot jedoch jegliche Grundlage. 

Die kurzfristige Absage der geplanten Choreo hatte das derzeit ohnehin schwierige Verhältnis zwischen der Fanszene und der Vereinsführung von Bayer 04 Leverkusen beim Heimspiel gegen Hertha BSC am vergangenen Sonntag in einen Stimmungsboykott gipfeln lassen. Wohl um etwas Schadensbegrenzung zu betreiben, bot der Verein an, die Aktion nach brandschutztechnischer Nachbesserung beim heutigen Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach durchzuführen.

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Dazu engagierte der Verein sogar einen Brandschutzexperten, der dabei helfen sollte, das Material einer Blockfahne entsprechend zu imprägnieren, sodass ein letzter Test im Stadion vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach erfolgreich hätte verlaufen können. Wie der Klub mitteilt, wird es dazu jedoch gar nicht erst kommen. Durch ein Schreiben machte die Stadt Leverkusen dem Klub am Freitag unmissverständlich klar, dass die Aktion unter Androhung von Sanktionen verboten worden sei.

Das verwendete Brandschutzmittel sei „nicht geeignet, um entsprechende Materialien für die geplante Fan-Choreographie zu imprägnieren“, zitiert die Rheinische Post aus dem Schreiben der Stadt. Ein Video der Leverkusener Ultras zeigt nun jedoch, dass das Mittel seine Wirkung wohl doch nicht komplett verfehlt hat. Sämtliche Versuche, die Blockfahne mit einem Feuerzeug zu entzünden, scheitern:

„Für uns ist es daher in keinsterweise nachzuvollziehen, wie verschiedene Behörden und Institutionen ohne Sichtung und Nachfragen solche falschen Aussagen treffen, eine Choreo verbieten und obendrein das Ganze noch an die Presse weiterleiten konnten“, kritisieren die Ultras. Der Wunsch des Vereins, „dass die Fans dennoch hundertprozentig hinter unserer Werkself beim rheinischen Duell gegen die Fohlen aus Mönchengladbach stehen werden“, könnte sich vor diesem Hintergrund als arg fromm herausstellen.