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National

Kuzorras Tabakladen wieder eröffnet

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 29. Januar 2015
Quelle: imago

Dort wo einst Ernst Kuzorra und später Stan Libuda Tabak und Lottoscheine verkauften, existiert seit Dienstag ein neuer Anlaufpunkt für alle Schalke-Fans.

Nur einen Steinwurf von der Glückauf-Kampfbahn entfernt können sich Anhänger der Königsblauen ab sofort nicht nur mit Fanartikeln eindecken, sondern auch etwas vom „Mythos vom Schalker Markt“ atmen. Denn neben Schals und Wimpeln sind an den Wänden eine Menge historischer Bilder des Ladens und des legendären Ortsteils, sowie von Kuzorras und Libudas Karrieren zu sehen. Königsblaue Nostalgie pur.

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Nach seiner aktiven Fußballer-Karriere übernahm Ernst Kuzorra den Laden und führte in bis zu seinem 69. Lebensjahr. 1975 übernahm dann für einige Jahre Reinhard „Stan“ Libuda. In der jüngeren Vergangenheit waren es schließlich der ehemalige Vorsitzende des Schalker Fanclub-Verbands Rolf Rojek und seine Ehefrau Gudrun, die den Laden bis zu seiner Schließung 2013 am Laufen hielten.

„Wir möchten nahe der Geburtsstätte des Vereins als Anlaufstelle dienen“, sagt Sebastian Pantförder, Leiter Tradition des FC Schalke 04 auf der Vereinswebseite. Ab sofort ist der ehemalige Tabakladen dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr erreichbar. Zudem öffnet die Anlaufstelle an Heimspieltagen viereinhalb Stunden vor dem Anpfiff, ehe er 30 Minuten vor dem Anstoß wieder schließt.

Mit der Wiedereröffnung des Tabakladens schreitet auch die Wiederbelebung der „Schalker Meile“ weiter voran. Seit Ende 2011 ist das Straßenbild auf dem etwa 750 Meter langen Teilstück der Kurt-Schuhmacher-Straße zwischen Berliner Brücke und dem alten Bahnhof Schalke-Nord zumindest ein wenig bunter – oder besser gesagt blauer. Alle Abspannmasten sind in blau und weiß gestrichen und mit dem Schriftzug “Schalker Meile” versehen, eine Straßenbahnhaltestelle wurde ebenso umbenannt. Zudem strichen Fans die komplette Unterkante der Autobahnbrücke der A42 in den Vereinsfarben.