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National

Kritik nach Strafe gegen Köln

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 25. März 2015
Quelle: imago

Nachdem im Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1.FC Köln mehrere Anhänger der Gäste den Platz gestürmt hatten, wurden die Kölner durch den DFB unter anderem mit der Schließung von Stehplatzblöcken bestraft. Viele Fans kritisieren diese Entscheidung.

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Am vergangenen Spieltag protestierten die FC-Fans mit Spruchbändern gegen die verhängten Strafen. Der Fanclub Definitionsmacht Colonia bezog in einer Mitteilung auf der eigenen Website nun Stellung zu den Ereignissen. Aus Sicht des Fanclubs verlieren durch die Bestrafung Teile ihres Anhangs ihren Standort im Stadion, obwohl sie sich in Mönchengladbach oder Duisburg nichts zu schulden haben kommen lassen.

Zudem kritisiert der Fanclub die Wirksamkeit der verhängten Strafen. Der Verkauf von personalisierten Tickets wird ihrer Meinung nach zu leeren Gästeblöcken führen. Die Fans bezweifeln, dass ein Zaunfahnenverbot einen Platzsturm oder das Abbrennen von Pyrotechnik verhindern könnte. Der Fanclub hält es für absurd, dass der Verein nun Drehkreuze und Vereinzelungsmaßnahmen in Müngersdorf installieren muss, obwohl es seit dem Abstieg 2012 keine weiteren Vorfälle in der Südkurve gegeben hat. Schließlich seien in Mönchengladbach ein Großteil der Fans nicht kontrolliert worden.

Dem DFB wird in der Mitteilung vorgeworfen, solche Strafen zu beschließen, ohne sich die Gegebenheiten vor Ort auch nur einmal angesehen zu haben. Es gebe beim DFB offenbar kein Bewußtsein dafür, dass es neben angeblich gewaltsuchenden Ultras ein breites Spektrum an Fans gebe, die den Sport wie ihren Verein lieben und dies durch kreative, bisweilen auch kritische, Auseinandersetzung im Stadion teilen wollen. Aus Sicht des Fanclubs fühle sich der DFB durch solche Fans bedroht.