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National

Kritik an Verhandlung gegen Hansa-Fan

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 19. Juni 2015
Quelle: imago

Der Angeklagte Hansa-Fan muss sich vor Gericht verantworten, weil er bei einem Spiel gegen Dynamo Dresden Steine auf Polizisten geworfen haben soll. Laut Fanhilfe sitzt „der Angeklagte (…) übrigens, trotz Ablauf der Sechs-Monatsfrist, nach wie vor in Untersuchungshaft in der JVA Waldeck ein.“ Nun wird auch der Richter und die Auswahl der Schöffen kritisiert.

In einem Verfahren sollen, laut Blau Weiß Rote Fanhilfe, der Richter und die Schöffen „nach den genauen Vorgaben des Gerichtsverfassungsgesetz, der Strafprozessordnung und dem Geschäftsverteilungsplan“ zugeteilt werden, um so „willkürlich gewählte, oder auch bestimmte – möglicherweise voreingenommene – Richter“ zu vermeiden. Das Verfahren wurde aber bei der Zuteilung der Schöffen vom verteidigenden Anwalt gerügt, was zur Unterbrechung der Verhandlungen führte.

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Akustische Probleme im Saal

Auch, dass die Zuhörer im Verhandlungsraum akustische Probleme bemängelten, blieb vom Richter anscheinend ungeachtet. Auch dies sei ein wichtiger Fehler, so die Fanhilfe: „Die Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen in Deutschland dient jedoch der Überprüfung der Justiz durch die Bürger und dem Schutz vor Geheimgerichten.“

Im Endeffekt, so die Blau Weiß Rote Hilfe, sei es wieder nicht vorwärts gegangen: „Damit ist auch der zweite Verhandlungstag auf Grund eines Fehlers des Gerichtes zu Ende gegangen, ohne dass in der eigentlichen Sache verhandelt wurde.“

Die komplette Stellungnahme zum zweiten Verhandlungstag findet ihr hier.