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National

Kritik an NRW-Innenminister Jäger

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 09. Juli 2015
Quelle: imago

Die Forderung von Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD), polizeikritische Banner in der Schalker Nordkurve künftig zu verbieten, schlägt weiter hohe Wellen. Nun haben sich auch der Verein sowie die Königsblaue Hilfe zu Wort gemeldet.

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Auf seiner Webseite betont der Klub, er sei „an einem guten Verhältnis und einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen dem Verein und seinen Fans und der Polizei sowie auch mit anderen Behörden und Organisationen sehr interessiert.“ Dass sich Ralf Jäger hingegen „zum wiederholten Male nicht an die zwischen dem Ministerium und dem FC Schalke 04 unter Beteiligung der DFL getroffene schriftliche Vereinbarung gehalten hat, in der Öffentlichkeit nicht mehr übereinander, sondern miteinander zu sprechen“, bedaure der Verein.

Die Königsblaue Hilfe widerspricht dieser Ansicht und schreibt: „Da es nicht anders geht, müssen wir, entgegen der Stellungnahme unseres Vereins, übereinander und nicht miteinander reden: Wir fordern eine faire Aufarbeitung und Aufklärung des Polizeieinsatzes in der Nordkurve nach rechtsstaatlichen Prinzipien!“ Der Polizeieinsatz in der Nordkurve sei „überzogen“ und die gefällten Urteile „eine Farce“. Die Königsblaue Hilfe wolle den Opfern dabei helfen, nicht zu Tätern gemacht zu werden. Die von Jäger geforderten Banner-Verbote lehnt die Organisation mit Verweis auf das Recht auf Meinungsfreiheit ab.