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National

Krisensitzung auf der Weihnachtsfeier

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 23. Dezember 2014
Quelle: imago

Kurz vor Weihnachten ist die Stimmung beim SSV Jahn Regensburg alles andere als besinnlich: Der Drittligist taumelt dem Abstieg in die Regionalliga entgegen und zuletzt gab es Ärger zwischen den Fans und dem Verein. Auf der Weihnachtsfeier der Mannschaft kam es jedoch zu einer Aussprache zwischen einigen Ultras und dem Trainer sowie dem Vorstandsvorsitzenden.

Am Samstag hatten Fans von Jahn Regensburg für einen Eklat gesorgt, als sie in der 74. Spielminute des Auswärtsspiels bei der SpVgg Unterhaching versuchten, das Spielfeld zu stürmen und dabei einen Ordner verletzten. Jahn-Coach Christian Brand sagte nach dem Spiel über die Fans:  „Fans habe ich nicht gesehen, ich habe Kriminelle gesehen, irgendwelche Leute, die wehrlose Leute zusammenschlagen. Das hat mit Fußball nichts zu tun.“

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Für Aufsehen hatte zuletzt auch die Auseinandersetzung zwischen dem Regensburger Torwart Stephan Loboué und einem Teil der Anhänger gesorgt: Erbost über wiederholte Forderungen einiger Fans nach dem Rauswurf des sportlichen Leiters Christian Keller hatte Lobué die Fansals „asozial“ bezeichnet. Die Fans konterten die Kritik ihres Torwarts in Regensburg per Spruchband: „Nur blödes Geschwätz – Kein Spiel zu null und der Abstieg steht bevor – Verpiss dich aus unserem Tor“, war dort im Gästeblock zu lesen.

Wie das Portal FuPa.net berichtet, tauchten dann am Samstagabend etwa 30 Ultras vor dem Regensburger Hotel auf, in dem der SSV Jahn seine Weihnachtsfeier beging. Vorstandsvorsitzender Hans Rothammer und Trainer Christian Brand gingen mit ihnen in einen Nebenraum und diskutierten „sehr emotional und teilweise laut, aber auch deutlich“, wie Rothammer dem Portal sagte. Unter anderem habe der Trainer seine Aussage nach der Partie insofern relativiert, dass er nicht alle mitgereisten Jahn-Fans gemeint habe, sondern nur die, die gewalttätig wurden.

Rothammer hofft darüber hinaus, dass es durch die Aussprache gelungen sei, „einen Schulterschluss herbeizuführen.“ Ob dem tatsächlich so ist, wird wohl erst das Jahr 2015 zeigen.