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National

Krawalle vor Nordderby

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 20. April 2015
Quelle: imago

Am Sonntag spielte der Hamburger Sportverein beim SV Werder Bremen. Das Nordderby war bereits im Vorfeld als Risikospiel eingestuft worden. Rund um das Spiel im Weserstadion kam es zu mehreren Ausschreitungen beider Fanlager.

Bereits während der Anreise beschädigten HSV-Fans mehrere Waggons eines überfüllten Zuges. Die Bundespolizei Bremen hatte letzte Woche ein Alkoholverbot in allen Zügen des Regionalverkehrs ausgesprochen. Am Bahnhof zündeten Fans Pyrotechnik. Zusätzlich lieferten sich laut Spox 50 bis 60 gewaltbereite Hamburger und 120 Bremer Ultras eine Schlägerei in der Innenstadt. Dabei sollen auch Flaschen, Steine und andere Gegenstände als Wurfgeschosse eingesetzt worden sein. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein, drei Beamte wurden verletzt. Auch der Bus des HSV wurde von Bremer Randalierern mit Steinen beworfen.

 

Unter den Anhängern des Gastgebers lieferten sich gewaltbereite Hooligans und Ultras auch untereinander Auseinandersetzungen, welche offenbar politisch motiviert waren. Dabei soll eine bislang unbekannte Anzahl an Personen verletzt worden sein. Rund 1.000 Polizisten waren während des Risikospiels im Einsatz. Üblich sind an Spieltagen sonst 120 Beamte. Die Stadt Bremen will nun die Mehrkosten des Polizeieinsatzes von ca. 30.000 Euro der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung stellen. Diese plant jedoch juristisch dagegen vorzugehen.