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National

Koordinationsstelle Fanprojekte veröffentlicht „fanarbeit 2.0“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 18. September 2014
Quelle: imago

Vor etwas mehr als einem Jahr feierte die Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) ihr 20-jähriges Jubiläum. Nun hat sie den dazugehörigen elften Band der „Kos-Schriften“ veröffentlicht. Titel: „fanarbeit 2.0. Zukünftige Herausforderungen für die pädagogische Arbeit mit Fußballfans“.

Alle Beiträge sind rund um das KOS-Jubiläum im vergangenen Jahr entstanden und beleuchten bisherige Erfolge und neue Herausforderungen der Fanarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven. So geht es zum Beispiel in den Beiträgen von Klaus Farin und Titus Simon, beides Experten im Bereich Jugendforschung und Jugendarbeit um den gesellschaftlichen Blick und Umgang mit Jugendlichen als Zielgruppe der Fanarbeit. Beide konstatieren eine Einengung der Freiräume für junge Erwachsene und zunehmende soziale Kontrolle. Hier entgegenzuwirken sei auch eine Aufgabe der Fanarbeit.

Andreas Zick vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld beschäftigt sich in seinem Beitrag mit Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung – zusammengefasst unter dem Stichwort „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Zick schildert sowohl die Bedingungen, die eine solche Haltung innerhalb der Fanszenen begünstigen, als auch die Möglichkeiten, ihr etwas mit den Mitteln der Fankultur entgegenzusetzen.

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In weiteren Beiträgen befassen sich Jonas Gabler und Heidi Thaler jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Ultrabewegung. Während Gabler die inneren Logiken, Prozesse und Widersprüche der Ultraszenen beschreibt, beleuchtet Thaler die Situation von weiblichen Ultras in den Fankurven.

All das und vieles mehr, wie zum Beispiel eine fiktive Reise in eine Welt, in der Polizisten zu Sozialarbeitern umgeschult werden findet ihr hier als PDF zum kostenlosen Download.

fn