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National

Konflikt um Vorsänger beim SC Freiburg spitzt sich zu

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 21. April 2017
Quelle: imago

Dass es beim SC Freiburg mitunter nicht ganz einfach ist, die Unterstützung der eigenen Mannschaft zu koordinieren, bekamen kürzlich die Vorsänger der Fanszenen aus Hamburg und Schalke in Form von Bußgeldern zu spüren. Aber auch die Freiburger Fanszene hat diesbezüglich mit Problemen und Einschränkungen zu kämpfen. 

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Wie die Ultras der Gruppe Corillo nun öffentlich machen, sollte ein neuer potenzieller Vorsänger zunächst zu einem Gespräch bei der Polizei antreten, bevor ihm die Nutzung eines Megafons gestattet würde. Hintergrund ist, dass es in Freiburg keine klassische Stadionordnung gibt, sondern Polizei und Stadt den Rahmen bestimmen, in dem die Heimspiele des Sportclub stattfinden.

Das Vorgehen der Polizei bezeichnen die Ultras als „absolut nicht hinnehmbar“. Man sei bereit, sich bisher gängigen Praxis anzuschließen, lasse sich „aber nicht zu Marionetten machen. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, das Gespräch bei der Polizei stattfinden zu lassen. Es handelt sich einzig um ein Machtspiel seitens der Polizei“, kritisieren die Ultras.

Sollte das Gespräch mit der Polizei gängige Praxis werden, stellt die Gruppe auch infrage, ob es in der kommenden Saison überhaupt noch einen Vorsänger auf der Nordtribüne geben wird. Scharfe Kritik übern die Ultras in diesem Zusammenhang an Polizei-Einsatzleiter Gabriel Winterer, der mit Maßnahmen wie Meldeauflagen, Betretungsverboten und weiteren Einschränkungen versuche, „den Ultras und aktiven Fans Steine in den Weg zu legen.“