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National

„Kommerzverein kann nicht jeder sein!“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 29. August 2016
Quelle: imago

Gleich am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison stand für die Traditionalisten unter den Fußballfans eine Art Alptraum-Begegnung auf dem Plan: Die TSG Hoffenheim empfing Bundesliga-Neuling RB Leipzig zum „Plastico“. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie protestierten die Hoffenheimer Fans dabei gegen den Brauseklub aus Sachsen.

Schließlich waren die Anhänger der TSG jahrelang selbst Zielscheibe der Abneigung zahlreicher Fußballfans. Dass diese Abneigung im Zuge des RB-Aufstiegs etwas in Vergessenheit geraten zu sein scheint, kommentierten die TSG-Fans spöttisch per Spruchband: „Wir wollen den Thron zurück! Deutschlands meistgehasster Verein: TSG 18,99 € Hoppenheim“, hieß es dort.

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„Gebt uns unseren Hass zurück!“, „Kommerzverein kann nicht jeder sein – Scheiß RBL!“ und „Den Fußball zerstört nur einer: Hoffe und sonst keiner!“, hatten die Fans auf weitere Tapeten gepinselt und dabei noch „Grüße an die 4 Sky-Zuschauer“ gesendet.

Obwohl beide Vereine nur dank millionenschwerer Hilfe den rasanten Aufstieg in die Bundesliga schaffen konnten, machten die TSG-Fans deutlich, was ihren Verein ihrer Meinung nach vom Neuling aus Leipzig unterscheidet: „Didi liebt die Region – RB die Millionen“, kommentierten sie das Engegament von Dietmar Hopp bei Hoffenheim via Spruchband. „Dietmar Hopp: Mäzen mit Herz – RB: Der wahre Kommerz!“ war auf einem weiteren Banner zu lesen.

Das Spruchband, das die ganze Thematik möglicherweise am besten zusammenfasst, kam hingegen ohne jegliche Reime aus: „Geld regiert die Welt!“