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National

Königsblaue Hilfe meldet sich zu Auseinandersetzungen zu Wort

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 09. Februar 2016
Quelle: imago

Nach den Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Teilen der Schalker Ultragruppe „Hugos“ nach dem Spiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Wolfsburg meldet sich nun die Königsblaue Hilfe zu Wort und ordnet die Geschehnisse ein. 

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In einer Mitteilung kritisiert die Fanhilfe dabei insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei, die unmittelbar nach den Vorfällen von 23 verletzten Beamten gesprochen hatte, dabei aber verschwiegen hatte, dass 21 dieser Verletzungen auf den eigenen Einsatz von Pfefferspray zurückzuführen sind. Auch den von der Polizei beschriebenen gezielten Angriff der Hugos auf die anwesenden Beamten am Gelsenkirchener Hauptbahnhof will die Königsblaue Hilfe so nicht stehen lassen. So sei zu vernehmen, „dass ein Übergriff von Wolfsburger Seite auf Schalker der Auslöser gewesen sei, bei dem die Polizei eingegriffen habe.“

Dafür, dass sich die Polizei vor der Durchsuchung der Räumlichkeiten der Hugos an Absprachen mit Fanprojektmitarbeitern und einem Vertreter der Fanilfe gehalten habe, findet die Organisation sogar lobende Worte: „Vielen Dank dafür, auch gute Taten werden von uns gewürdigt.“ Die Durchsuchung selbst sieht die Königsblaue Hilfe angesichts der Ergebnisse jedoch eher kritisch: Zu den gefundenen Gegenständen gehören demnach „Sprühdosen (gibt es in jedem Baumarkt), eine Motorradmaske (Vielleicht war tatsächlich jemand nicht mit Auto oder Straßenbahn zur Kneipe gekommen?) nach eigener Angabe auch noch Drogen, die aber wohl nicht einmal für eine ganze Sportzigarette gereicht hätten.“