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National

„Kleinkrieg gegen Fußballfans“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 25. April 2016
Quelle: Jeronimo Ort

Am Freitagabend war der 1. FC Magdeburg zu Gast beim SC Preußen Münster. Bereits im Vorfeld der Partie hatte es Diskussionen gegeben, weil den FCM-Fans im Preußen-Stadion nahezu alle Fanutensilien inklusive Zaunfahnen verboten worden waren. Tatsächlich kam es dann vor der Begegnung offenbar zu massiven Kontrollen zahlreicher Magdeburger Fans durch die Polizei. Die Fanhilfe Magdeburg kritisiert nun diesen Einsatz der Polizei sowie die darauffolgende Öffentlichkeitsarbeit. 

Während die Polizei nämlich in ihrem Bericht von einem versuchten Sturm des Gästeblocks durch etwa 300 FCM-Fans spricht, stellt die Fanhilfe Magdeburg die Geschehnisse deutlich anders dar: „Erst eine massive Polizeipräsenz kombiniert mit einer Vielzahl von Personenkontrollen führte überhaupt dazu, dass ein nicht unerheblicher Teil der Gästefans erst kurz vor oder gar nach dem Anpfiff den Weg in Richtung Gästeeingang bestreiten durften“, so die Organisation.

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„Das solidarische Warten anderer Fans vor dem Eingang auf die von Maßnahmen betroffenen Fans reicht der Polizei aus, um einen Sturm des Einlasses zu vermuten. Obwohl dieser zu keinem Zeitpunkt stattfand, vermeldet die Polizei Münster diesen dennoch“, kritisiert die Fanhilfe.

Nach der Auswertung der Ereignisse in Münster kommt die Magdeburger Fan-Organisation zu dem Schluss, dass die örtliche Polizei „über den notwendigen Rahmen zur Absicherung von Drittligafußball hinaus einen Kleinkrieg gegen Fußballfans führt.“ Inbesondere im Hinblick auf die Materialverbote für die Gästefans empfiehlt die Fanhilfe künftigen Vereinen, die zu Gast im Preußen-Stadion sind, „sich zukünftig durch konsequente Teilnahme an Sicherheitsberatungen und Dokumentation dieser (!) und durch konsequentes Einsetzen für fanrelevante Dinge den eigenen Anhängern einen Weg zu einem normalen Fußballerlebnis zu ermöglichen.“

Hier geht es zur ausführlichen Auswertung des Spiels durch die Fanhilfe Magdeburg.

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