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National

„Klare Kante“ mit weniger Polizei

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 16. April 2014
Quelle: Polizei Dortmund

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke haben eine Allianz für ein friedliches Fußballerlebnis beschlossen. Bereits am 7. April waren beide zusammengekommen und hatten sich in einem „intensiven Gedankenaustausch“ unter anderem über den Ablauf des letzten Revierderbys in Dortmund unterhalten.

Lange berichtet zudem davon, dass er bereits Gespräche mit dem Oberbürgermeister, dem Präsidenten des Amtsgerichts sowie der Leitenden Obersstaatsanwältin geführt und sie eingeladen habe, um die gemeinsame Allianz zu gründen. Was das genau heißen soll? „Die Allianz soll die bestehende gute Zusammenarbeit der Sicherheitspartner mit Blick auf folgende Ziele ausbauen“, heißt es in einer Erklärung der Polizei Dortmund:

– Sichere Spiele
– Intensive Zusammenarbeit mit den Fans
– Klare Kante gegen Gewalttäter
– Weniger Polizei und Ordnungskräfte

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Watzke begrüßt die Allianz gegen Gewalt im Fußball: „Ein sicheres Stadionerlebnis ist für Borussia Dortmund und die inzwischen rund zehn Millionen Anhänger des BVB ein elementar wichtiges Gut. Wir werden alles daran setzen, um durch einen noch  engeren und maximal differenzierten Austausch mit den Fans, der Polizei und  anderen Institutionen zu einem Höchstmaß an Sicherheit beizusteuern. Um es ganz klar zu sagen: Gewalttäter sind Kriminelle und haben in der friedlichen und toleranten BVB-Familie keinen Platz!“

Lange betont, dass die Polizei deutlich zwischen friedlichen Fans, friedlichen Ultras und kriminellen Gewalttätern unterscheidet. „Mit den friedlichen Fans, den ganz normalen Stadionbesuchern, auch mit den friedlichen Ultras, die die Stimmung ins Stadion bringen, suchen wir stets den Dialog.“

„Ich will den friedlichen Fan schützen, aber auch den ausufernden Sicherheits- und Ordnungsaufwand reduzieren“

Kriminelle und Gewalttäter und solche, die sie anstiften und ihnen helfen, stehen im Fokus der Polizei – und dies nicht nur an Spieltagen. Ziel ist es, diese Kriminellen zu isolieren, sie endlich aus dem Stadion zu verbannen, vom Verein und dessen Umfeld zu trennen und – wenn notwendig – sie konsequent strafrechtlicht zu verfolgen. Hier tragen Polizei, Staatsanwaltschaft, Gerichte, der BVB und die Stadt Dortmund  gemeinsam Verantwortung, heißt es in der Mitteilung.

„Als einen wesentlichen und notwendigen Beitrag der Polizei habe ich die Ermittlungskommission „Intensivtäter Sport“ eingerichtet. Hierdurch werden wir den Kern der Gewalttäter und besonders die Rädelsführer stärker im Blick halten können“, sagt Lange. „Wir wollen sie identifizieren, isolieren und der Justiz überstellen. Ich will den friedlichen Fan schützen, aber auch den ausufernden Sicherheits- und Ordnungsaufwand reduzieren.“