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KFC-Uerdingen-Mitglieder stimmen Ausgliederung zu

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 06. September 2017
Quelle: imago

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag stimmten die Mitglieder des KFC Uerdingen für eine Ausgliederung der 1. Mannschaft. Investor Mikhail Ponomarev musste dafür eine Millionen investieren, viele Fragen bleiben trotzdem offen.

Mit lediglich zwei Gegenstimmen und einer Enthaltungen, bei 131 Befürwortern hat der KFC Uerdingen die Ausgliederung beschlossen. Führende Kraft war der russische Geschäftsmann Mikhail Ponomarev, welcher zunächst eine Millionen in die Profimannschaft investieren musste. Eine Vorgabe vom DFB für die Teilnahme einer GmbH am Spielbetrieb.

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Langfristig soll der KFC in die zweite Liga und dafür sind Investoren nötig. Mitgliedereinnahmen, Sponsoren und Eintrittsgelder bringen dem Verein laut Ponomarev maximal 600.000 Euro pro Jahr, was zu wenig ist für die Regionalliga. Dort soll sich der Verein jedoch nicht mehr lange aufhalten. Im vergangenen Mai sprach Ponomarev von maximal zwei Jahren: „Die Regionalliga ist sehr teuer und nicht profitabel. Wir müssen versuchen, da so schnell wie möglich wieder rauszukommen, auch wenn das sehr schwer ist.“

Zuvor war Ponomarev bereits Investor beim AFC Bournemouth und dem Eishockeyverein Düsseldorfer EG. Über sein Engagement in Bournemouth ist nicht viel bekannt. Zwischen 2012 und 2015 trat seine Firma Energy Consulting als Trikotsponsor auf und der Verein konnte in dieser Zeit von der drittklassigen League One in die Premier League aufsteigen. Auch die DEG erreichte mit Ponomarev wieder die Eishockey Champions League. Die ganz großen Ziele, von denen er immer wieder sprach, konnten jedoch nicht erreicht werden.

Nach seinem Ausstieg wurde außerdem von Problemen oder nicht bezahlten Rechnungen gesprochen. Auch beim KFC Uerdingen gibt es Probleme. Ex-Präsident Agissilaos „Lakis“ Kourkoudialos fordert zwei Millionen Euro vom Verein zurück. Auf die Frage, ob so etwas in Zukunft auch mit Ponomarev passieren könnte äusserte sich dieser folgendermaßen: „Ich habe aber nicht vor, das Geld vom Verein zurück zu fordern. Das würde mein Projekt kaputt machen. Da müsst ihr mir vertrauen.“