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National

Keine Strafe für Neonazi-Banner

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 22. Januar 2015

Weil er auf der Dortmunder Südtribüne ein Spruchband „Solidarität mit NWDO“ gezeigt haben soll, musste sich ein 26-Jähriger vor Gericht verantworten. Die Verhandlung endete mit einem Freispruch.

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Beim Spiel Dortmund gegen Bremen am 24. August 2012 entrollten mehrere Schwarzgelbe auf der Südtribüne den Schriftzug „Solidarität mit NWDO“.Der NWDO („Nationaler Widerstand Dortmund“) ist eine Neonazi-Gruppe aus der Stadt, die wenige Tage vor dem Spiel durch das NRW-Innenministerium verboten wurde. Zwei der Verantwortlichen konnten rasch identifiziert werden. Als Initiator der Aktion gilt aus Sicht der Staatsanwaltschaft ein 26-jähriger Lüner, der selbst allerdings kein Mitglied der Gruppe war.

Das Landesgericht musste sich nun mit der Frage auseinandersetzen, ob das Verbot der Gruppierung bereits vor dem Bundesliga-Spiel allen Mitgliedern bekannt war. Mindestens eine Person aus dem NWDO wurde von der Polizei allerdings nicht angetroffen. Somit war das Verbot zwar ausgesprochen, jedoch noch nicht offiziell in Kraft. Der Richter kam deswegen zu dem Schluss, dass die Aktion im Stadion nicht strafbar war. Der Angeklagte wurde freigesprochen.

moG