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National

Keine HSV-Anteile für Kühne

Autor: Robin Schwitzer Veröffentlicht: 19. Dezember 2014
Quelle: imago

Vor circa sechs Monaten wurde die erste Mannschaft des Hamburger SV in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. Das sollte vor allem Investor Kühne einen Kauf von Anteilen des Vereins ermöglichen, was Kühne aber vorerst nicht tun wird.

Hamburgs Hauptgeldgeber wurde nahe gelegt, seine Darlehen in HSV-Aktien bis Ende des Jahres umzuwandeln. Kühne erhöhte nach der Ausgliederung der Profi-Mannschaft sein Darlehen von 8 Millionen auf 25 Millionen Euro.

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Informationen des Hamburger Abendblattes zu Folge wird Kühne in diesem Jahr aber kein Anteilhaber am Verein. Das heißt für den Hamburger SV auch, dass der Verein im nächsten Jahr mit hohe Rückzahlungen der Darlehen rechnen muss, was sich natürlich auf neue Spielertransfers oder Spielergehälter auswirkt. Im schlimmsten, aber bisher noch unwahrscheinlichen Falle, kann es sogar zu Lizenzproblemen für den Hamburger SV kommen.

Die Ausgliederung der Profi-Mannschaft bedeutete auch gleichzeitig der Rückzug vieler HSV-Fans. Auch die Ultragruppe „Chosen Few“ zog sich aus dem Stadion zurück und kehrte dem Hamburger SV den Rücken zu. Ehemalige Anhänger der „Rothosen“, die sich nach der Ausgliederung nicht mehr mit dem Verein identifizieren konnten, gründeten einen eigenen Verein. Der HFC Falke, ein Verein, bei dem die Entscheidungsrechte bei den Mitgliedern liegen, startet zur Saison 2015/2016 in der Kreisliga.

 

rs