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„Kein Zwanni“ sagt Demo in Stuttgart ab

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 18. April 2016
Quelle: imago

Weil sich auch nach den Protesten beim Pokalspiel die Eintrittspreise für Fans von Borussia Dortmund beim VfB Stuttgart nicht geändert haben, hatte das Bündnis „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ vor dem Ligaspiel beim VfB zu einer Demonstration aufgerufen. Der Fanausschuss des VfB Stuttgart bezeichnete die Pläne der Kampagne jedoch als „Provokation“. Bei „Kein Zwanni“ ruft diese Reaktion Unverständnis und Enttäuschung hervor. 

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Um dennoch den Weg für weitere Gespräche offen zu halten, hat „Kein Zwanni“ die geplante Demonstration für fangerechte Eintrittspreise in Stuttgart wieder abgesagt. „Eine Eskalation im Umfeld einer vereinsübergreifenden fanpolitischen Demonstration würde den Ansinnen und den Zielen von ,Kein Zwanni´ immens schaden – zu diesem Risiko sind wir nicht bereit“, teilt die Kampagne mit.

In einer Stellungnahme hatte der VfB-Fanausschuss die Demo-Pläne der BVB-Anhänger als „Provokation“ bezeichnet und die Preispolitik des VfB verteidigt. Diese Reaktion sorgt beim Bündnis für Fassungslosigkeit. „Es passiert uns als ,Kein Zwanni´ zum ersten Mal, dass Protestaktionen unsererseits von den Fans der Heimseite unterlaufen werden“, so das Bündnis und verweist darauf, dass sich sogar Fans des FC Schalke 04 einst mit BVB-Anhängern solidarisierten, als diese das Derby auf Schalke wegen hoher Eintrittspreise boykottierten.

„Dass die verantwortlichen Fans des VfB Stuttgart sich jeglicher Solidarität mit anderen Fanszenen entziehen“, müsse die Kampagne „erst einmal so hinnehmen.“ Zudem zeigt sich „Kein Zwanni“ enttäuscht davon, „dass sich eine aktive Fanszene für hohe Eintrittspreise ausspricht.“ Um trotz der Absage der Demo gegen hohe Eintrittspreise zu protestieren, will das Bündnis nun kurzfristig alternative Maßnahmen prüfen.