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National

Kein Teil der „Red Bull-Vermarktungsmaschinerie“

Autor: Maximilian Gehrmann Veröffentlicht: 07. April 2015
Quelle: imago

Die aktive Fanszene des SV Darmstadt 98 wird das Auswärtsspiel bei RB Leipzig boykottieren. Trotz einer guten Position der Mannschaft im Aufstiegskampf.

Auf dem Info-Blog der Ultra-Gruppe „Usual-Suspects“ teilte die Gruppe mit, dass man sich nach langer und intensiver Diskussion mit der Fanabteilung der Lilien, den Ultragruppe, sowie mit vielen Fanclubvertretern und Einzelpersonen dazu entschlossen habe, das Spiel in Leipzig zu boykottieren.

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Für die Darmstädter tritt „das Konstrukt RB Leipzig als Spitze des Eisbergs der Kommerzialisierung die Werte des Fußballs, wie wir ihn lieben, mit Füßen.“ Die Lilien-Fans sehen sich aufgrund der Umstände in Leipzig (Platzierung der Gästefans im Oberrang, harter Einlasskontrollen und weiterer Repressionen) nicht in der Lage, einen wirkungsvollen Protest auf die Beine zu stellen. In Leipzig sei der Gästefan „nicht nur Unterstützer seiner Mannschaft, er wird auch gebraucht als Teil des Stadionerlebnisses, das Red Bull vermarkten will.“

Zwar habe sich die Mannschaft eine entsprechende Unterstützung mehr als verdient, jedoch wolle man kein Teil der „Red Bull-Vermarktungsmaschinerie“ sein. Um das Spiel trotzdem verfolgen zu können kündigt die Ultra-Gruppe eine „Lilien Kneipen-Nacht“ an, in der möglichst viele Red Bull-freie Kneipen besucht werden sollen.

Hier die Ankündigung der Usual Suspects.