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National

Kein Public Viewing für Braunschweig-Fans beim Spiel gegen RB Leipzig

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 26. August 2014
Quelle: imago

Wie fanzeit bereits berichtete, haben die Anhänger von Eintracht Braunschweig zum Boykott des Auswärtsspiels gegen Red Bull Leipzig, das am 13.09.2014 im Leipziger Zentralstadion stattfindet, aufgerufen. Ein geplantes Public Viewing im Eintracht-Stadion wird nicht stattfinden, gab die DFL heute bekannt.

„Der 13. September wird kein schöner Tag sein, das steht schon jetzt fest. Denn ganz egal, wie unsere Eintracht an jenem Samstag im Leipziger Zentralstadion gegen ‚Rasenballsport’ Leipzig spielen wird – dass wir überhaupt zu einem Pflichtspiel gegen das Farmteam von Red Bulls Gnaden antreten müssen, ist eine Schande für den deutschen Fußball“, heißt es in einem von 19 Ultra-Gruppierungen und vielen Einzelfans unterzeichneten Schreiben. Mit dem Boykott des Spiels wollen die Fans der Eintracht ein Zeichen gegen Red Bull und die Kommerzialisierung im Fußball setzen.

Ein angedachtes Public Viewing im Eintracht-Stadion wurde nun durch die DFL mittels folgender Mitteilung untersagt:

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„Voraussetzung für die Gestattung eines Public Viewings durch den Ligaverband ist grundsätzlich die Antragstellung einer der an dem Spiel beteiligten Clubs sowie das Aufzeigen bedeutender Gründe seitens der zuständigen Sicherheitsbehörde. Hinzu kommt jedoch, dass die Durchführung von Public Viewings nur in besonderen Einzelfällen gestattet werden kann. Dies ergibt sich bereits aus dem Sinn und Zweck einer (zentralen) Exklusivvermarktung. Da die Live-Übertragung von Spielen der Bundesliga und 2. Bundesliga grundsätzlich exklusiv und ausschließlich lizenziert ist, kann ein Public Viewing nur in ganz eingeschränkten Sondersituationen durchgeführt werden. Das ist in der Vergangenheit sehr restriktiv gehandhabt worden. So ist ein Public Viewing lediglich bei ganz besonderen Ereignissen (z.B. Spiel um die Meisterschaft, Relegation) genehmigt worden. Bei einem regulären Ligaspiel fehlt in der Regel jedoch ein solcher Ausnahmecharakter.“

Das bedeutet, dass kein Public Viewing im Stadion stattfinden wird, da zum einen der Verein einen Antrag stellen müsste und zum anderen dieser auch nur genehmigt würde, wenn die auswärts-fahrenden Eintracht-Fans ein erhöhtes Sicherheitsrisiko in den Augen der Leipziger Polizei darstellen würden. Dies ist laut Angaben der Polizei nicht der Fall.

Als Alternative zum Eintracht-Stadion könnte der Schützenplatz dienen, der sich in unmittelbarer Nähe zum Stadion befindet. Eine Veranstaltung auf dem Schützenplatz ist sehr gut möglich […] Es müssen lediglich noch Absprachen mit den Behörden und der Polizei getroffen werden”, gab der Pressesprecher der Eintracht, Robin Koppelmann, bekannt.

st