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National

Kein Aufeinandertreffen zwischen RB-Profis und KSC-Fans

Autor: Lukas Schäfer Veröffentlicht: 13. März 2015

Eine Woche nach den Zwischenfällen rund um das Spiel zwischen RB Leipzig und dem Karlsruher SC schildert nun der Leiter des Karlsruher Fanprojekts seine Sicht auf die Ereignisse

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Volker Körenzig ist Leiter des Karlsruher Fanprojekts. Die Schlagzeilen der letzten Woche, die er über die Anhänger des KSC lesen musste, haben ihm sehr missfallen. Besonders die Aussagen des RB-Sportdirektors Ralf Rangnick kann er nicht nachvollziehen. Gegenüber Spiegel Online berichtet Körenzig, in Wahrheit seien zwei KSC-Fans ins Hotel gegangen und hätten nach der Aufforderung des Hoteliers, dieses wieder zu verlassen, genau das getan. Weiter äußert sich der Fanbeauftragte: „Wenn ich von der Polizei erfahre, dass es überhaupt kein Aufeinandertreffen zwischen RB-Spielern und KSC-Fans gab, dann frage ich mich schon, wie man solche Aussagen tätigen kann wie Herr Rangnick“. In Folge dessen bleibt es für Körenzig ein Rätsel, dass Rangnick Gefängnisstrafen für diese Fans fordere, obwohl es nach Polizeiangaben weder am Hotel noch am Stadion zu strafrechtlichen Handlungen gekommen sei.

Um künftig Ausschreitungen zu vermeiden, sieht der Fanbeauftragte auch die Spieler und Funktionäre in der Verantwortung. Seiner Meinung nach müssten diese die Fans nicht nur als Statisten aus der Kurve wahrnehmen. „Wenn die Profis lernen würden, mit ihren Kritikern zu diskutieren, würden sie viel mehr erreichen“, äußerte er gegenüber Spiegel Online.

Obwohl Körenzig die Anhänger des KSC in Schutz nimmt, muss er letztlich jedoch zugeben, dass diese, wie der Spiegel berichtet,wohl kaum zum Mannschaftshotel der Leipziger gegangen seien, um dort gemütlich Kuchen zu essen.