Anzeige

National

Karlsruher Ultras fordern Abschaffung des „Randale-Euros“

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 25. Juli 2015

Seit der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit erhebt der Karlsruher SC für Auswärtstickets eine um einen Euro erhöhte „Verwaltungsgebühr“, in Fankreisen auch als „Randale-Euro“ bezeichnet. Die Ultras des Vereins fordern nun in einem offenen Brief an das Präsidium des Vereins die Abschaffung der Gebühr.

„Wir lehnen Kollektivstrafen entschieden ab und fordern die Abschaffung des „Randale-Euros“. Der Versuch Mehreinnahmen auf dem Rücken der Fans zu generieren, die den Verein jedes zweite Wochenende auch auswärts unterstützen, ist für uns nicht akzeptabel“, heißt es in dem Schreiben. Zudem sind die Ultras enttäuscht darüber, dass bis heute zu keinem Gespräch zwischen dem KSC-Präsidium und dem Fandachverband Supporters Karlsruhe gekommen sei, obwohl das Präsidium dies für die Sommerpause angekündigt habe.

Sollte der Verein die Gebühr beibehalten, wollen die Ultras künftig keine Auswärtstickets mehr im Vorverkauf über den KSC beziehen, sondern die Karten vor Ort kaufen, „gegebenenfalls für andere, nicht ausverkaufte Blöcke.“

Mit der erhöhten Verwaltungsgebühr bei Auswärtstickets reagierte der Verein auf Ausschreitungen beim Spiel in Kaiserslautern, an denen KSC-Fans beteiligt gewesen waren und in deren Folge der Verein vom DFB mit Geldstrafen von insgesamt 40 000 Euro belegt wurde.

Anzeige

Nachfolgend der offene Brief von Ultra1894 im Wortlaut

Am Samstag startet der KSC in Fürth in die neue Saison. Die Aufbruchstimmung rund um unseren Verein wird jedoch durch den „Randale-Euro“ getrübt. Dieser wird vom KSC immer noch auf alle im Vorverkauf erhältlichen Auswärtstickets erhoben. Zu einem Gespräch über den „Randale-Euro“ zwischen KSC-Präsidium und dem Fandachverband Supporters Karlsruhe ist es bis heute nicht gekommen, obwohl dies vom Präsidium für die Sommerpause zugesagt war.

Wir lehnen Kollektivstrafen entschieden ab und fordern die Abschaffung des „Randale-Euros“. Der Versuch Mehreinnahmen auf dem Rücken der Fans zu generieren, die den Verein jedes zweite Wochenende auch auswärts unterstützen, ist für uns nicht akzeptabel.

Bei Aufrechterhaltung des „Randale-Euros“ werden wir ab dem Spiel beim FSV Frankfurt keine Auswärtstickets mehr im Vorverkauf über den KSC beziehen. Selbstverständlich werden wir trotzdem zu den Spielen fahren und uns Tickets vor Ort kaufen, gegebenenfalls für andere, nicht ausverkaufte Blöcke.

Wir hoffen, dass sich möglichst viele Fans unserem Vorgehen anschließen und mit uns ein deutliches Zeichen gegen Kollektivstrafen setzen.

ULTRA1894