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National

Karlsbande widersetzt sich Materialverbot

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 09. Februar 2015
Quelle: imago

Auf der großen Bühne, die 30.000 Zuschauer dem Regionalliga-Topspiel zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen bereitet haben, fällt ein kleines Stück Stoff kaum ins Auge. Über eine der Zaunfahnen, die die Aachener Fans am Samstag präsentierten, wird dennoch zu reden sein.

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Zumindest dürfte es den Verein gleichsam ärgern und zum Handeln zwingen, dass die Ultras der Karlsbande sich den Auflagen gegen ihre Gruppe widersetzt und ausgerechnet im zuschauerträchtigen Topspiel gegen Essen ihre Zaunfahne präsentiert haben. Erst Ende des vergangenen Jahres hatte sich der Verein zu einem erneuten Materialverbot gegen die KBU durchgerungen (Fanzeit berichtete). Die Karlsbande war in der Vergangenheit immer wieder durch Verbindungen zur rechten Szene und nicht zuletzt die Drangsalierung der Aachen Ultras aufgefallen, die inzwischen ihre Aktivitäten im Stadion eingestellt haben.

Die Mitglieder der Karlsbande flankierten ihre Zaunfahne zudem mit der Spruchband: „Materialverboten aufheben – sofort!“ Davon, dass die Alemannia dieser Aufforderung nachkommen wird, ist vorerst gleichwohl nicht auszugehen. Ungleich wahrscheinlicher, dass aus dem Verstoß gegen das Verbot weitere Konsequenzen erwachsen.