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National

Karlsbande Ultras verzichten auf Pyro

Autor: Johannes Holzapfel Veröffentlicht: 08. September 2015

Nachdem es beim Auswärtsspiel der Aachener bei Dortmunds zweiter Mannschaft zu turbulenten Szenen kam, bezogen die Karlsbande Ultras nun Stellung. Sie wollen ab sofort auf Pyrotechnik verzichten.

Den Tag in Dortmund kann man als „rabenschwarzen Tag“ für die Aachener Fanszene beschreiben. Es wurde Pyrotechnik gezündet und damit eine Zaunfahne beschädigt, welche „seit rund 20 Jahren fester Bestandteil der Aachener Fanszene ist.“ Ebenfalls „wurden bengalische(n) Fackeln, sowie ein Böller in den Innenraum geworfen.“

In der Stellungnahme gehen die Ultras auch darauf ein, dass sie im Kontakt mit dem Zaunfahnenbesitzer stehen und es Gespräche gibt, um „eine vernünftige Lösung zu finden“. Eine Rekonstruktion der Fahne scheint aber ausgeschlossen.

Auch bei der Mannschaft entschuldigen sich die Ultras, weil diese nicht den angebrachten Support erhalten hat. Gleichzeitig aber wird das Verhalten anderer Aachener Fans kritisiert, die die Vorsänger als Sündenbock ausmachen wollten. Daher verzichtete die Karlsbande beim nächsten Heimspiel auf Vorsänger. Zugleich die Ankündigung auf den Verzicht von pyrotechnischen Gegenständen: „Ein Abbrennen von Pyrotechnik nach unseren Vorstellungen, eben ohne die Gefährdung von Fanutensilien und vor allem von Mitmenschen, erscheint aktuell nicht möglich.“

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Stellungnahme im Wortlaut:

Hinsichtlich der Vorfälle im Rahmen des Auswärtsspiels von Alemannia Aachen gegen Borussia Dortmund II, sehen wir uns dazu angehalten, zu diesen Stellung zu beziehen. Seit der Gründung der Karlsbande Ultras setzen wir uns für das kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik ein und sprechen uns nicht nur gegen den Einsatz von Böllern und das Werfen von bengalischen Fackeln aus, sondern verurteilen dies in jeder Art und Weise! Zu Beginn des besagten Spiels fand eine, von unserer Gruppe initiierte, Pyroshow statt. Hierbei wurden bengalischen Fackeln, sowie ein Böller in den Innenraum geworfen. Des Weiteren kam eine Zaunfahne, welche seit rund 20 Jahren fester Bestandteil der Aachener Fanszene ist, zu Schaden. Diese Vorfälle sind nicht nur zu verurteilen, sondern ebenso unentschuldbar! Folglich ziehen wir entsprechende Konsequenzen aus dem Geschehenen und verzichten bis auf Weiteres auf den Gebrauch von pyrotechnischen Gegenständen. Ein Abbrennen von Pyrotechnik nach unseren Vorstellungen, eben ohne die Gefährdung von Fanutensilien und vor allem von Mitmenschen, erscheint aktuell nicht möglich. Weiterhin haben wir in den letzten Tagen ein Gespräch mit dem Besitzer der Fahne gesucht, um den aufgekommenen Schaden, soweit wie möglich zu ersetzen beziehungsweise zu begrenzen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies die Fahne nicht wieder rekonstruiert, sind jedoch auf beiden Seiten optimistisch, eine vernünftige Lösung zu finden. Zudem entschuldigen wir uns auch bei der Mannschaft und den anderen Fans, dass wir den Support nicht in gewohnter Art und Weise, aufgrund der Vorkommnisse, weiterführen konnten. Entgegen aller Behauptungen haben wir als Gruppe das Stadion jedoch zu keinem Zeitpunkt verlassen. Anmerken wollen wir an dieser Stelle noch, dass unsere Anstimmer nicht als „Blockpolizei“ fungieren und somit auch nicht für das Fehlverhalten Einzelner gerade stehen können. Sie sind vielmehr dafür da, einen koordinierten Support auf die Beine zu stellen. Da dies leider an jenem Spieltag nicht so aufgenommen wurde und die, verständlicherweise, verärgerten Fans ihren Unmut an den Anstimmern ausließen, haben wir bei dem darauffolgenden Heimspiel gegen Wiedenbrück auf beide Anstimmer verzichtet, um diese nicht als Bauernopfer für das Fehlverhalten einer ganzen Gruppe dar stehen zu lassen.

Wir möchten darum bitten, den Unmut über die Vorfälle nicht auf die Solibeutel Aktion zu projizieren, da diese in keinerlei Bezug zueinander stehen und wir auch weiterhin das Ziel verfolgen, einen, so hoch wie möglich erzielten, Gewinn spenden zu können!

Karlsbande Ultras