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National

Kampfhundposen und Kriegsgebell: Die Polizei ermittelt bereits

Autor: Aaron Knopp Veröffentlicht: 24. November 2014
Quelle: imago

Ein Spiel, über das man nicht viele Worte verlieren muss: Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden. Wohl niemand würde Bedenken anmelden, wenn man die beiden Fanszenen zu den treuesten aber auch fanatischsten des Landes rechnet. Nur wenige Spiele haben einen ähnlich wuchtigen Klang.

Daher gehört es beinahe zum guten Ton, dass sich Teile beider Fanlager schon lange vor dem Aufeinandertreffen ihrer Teams am kommenden Samstag nicht nur verbal duellieren. Im gesamten Rostocker Nordwesten hat die Polizei bereits über 70 Plakate ausfindig gemacht, auf denen fünf vermummte Personen und ein Kampfhund zu sehen sind. Darunter ist zu lesen: „Im Stadion und auf den Straßen zusammen gegen Dynamo!!! 29.11.2014 Rostocks Jugendbanden vereint gegen den Feind!!!“ Für die Beamten stellt das einen Aufruf zu einer Straftat dar, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen nach dem Urheber aufgenommen.

Nach Informationen des NDR sollen zudem in der Rostocker Innenstadt rund 50 Häuserwände mit Graffiti versehen worden sein. Die Botschaften reichen dabei von „Sachsen jagen“ über „Scheiß Dynamo und Bullen“ bis zu „Rostock hat zu kämpfen“ und „Gegen Medien“.

 

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Ihren Adressaten haben die Sprüche in jedem Fall erreicht, denn eine Antwort aus Dresden ließ nicht lang auf sich warten. Das Bild einer vermummten Person in schwarz-gelber Sturmhaube und einem kleinen Schoßhund kursiert durchs Netz, versehen mit dem Slogan: „In Dresden braucht man keine Kampfhunde, um krass auszusehen!“