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International

Kampagne „Twenty’s Plenty“ vor dem Durchbruch?

Autor: Moritz Gutscher Veröffentlicht: 17. Juli 2015
Quelle: imago

Die britische Fanorganisation FSF (Football Supporters‘ Federation) hat einen offenen Brief an alle Klubs der Premier League geschrieben. Sie hoffen darauf, dass unerwartete Zusatz-Einnahmen den Anhängern zugutekommen.

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Ausgehend von einem Solidaritätsprinzip erhalten PL-Absteiger finanzielle Unterstützung. Dies soll den starken Einkommensverlust etwas abmildern. Die Zahlungen sind auf bis zu vier Jahre verteilt (ab 2016 nur noch drei Jahre) und werden von den TV-Geldern entnommen. Steigt eine Mannschaft innerhalb dieser Zeitspanne wieder auf, erhalten die Klubs das übrige Geld entsprechend zurück.

Dieser direkte Wiederaufstieg ist Norwich City gelungen. Die „Canaries“ haben sich als Dritter der Championship in der Relegation durchgesetzt und sind zurück im Oberhaus. Für die Erstligisten bedeutet das eine (unerwartete) Rückzahlung von insgesamt 24 Millionen Pfund (über 34 Mio. Euro). Die FSF schlägt nun in ihrem Brief vor, dass die Klubs diese Summe für fanfreundliche Aktionen nutzt. So könnte die geforderten 20 Pfund für die günstigsten Auswärts-Tickets durch solche Subventionen realisiert werden. Im Text wird darauf hin gewiesen, dass die Klubs ohnehin schon Milliarden durch den neuen TV-Deal verdienten, und die Fans für die Attraktivität der Liga mitverantwortlich seien.

Die Kosten wurden in der Vergangenheit auf rund eine Million Pfund pro Klub geschätzt. Eine Summe, die die Rückzahlung abdecken würde.