Anzeige

National

Jena-Fans kämpfen mit Crowdfunding für Erhalt der Südkurve

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 07. Juni 2016
Quelle: imago

Die Spielstätte des FC Carl Zeiss Jena, das altehrwürdige Ernst-Abbe-Sportfeld, soll in ein reines und modernes Fußballstadion umgewandelt werden. Grundsätzlich eine gute Idee, finden auch die Fans. Doch mit den bisherigen Planungen, insbesondere was den Standort von Heim- und Gästeanhängern angeht, sind sie alles andere als einverstanden. Mit einer großangelegten Spendenaktion wollen sie nun dafür sorgen, dass sie auch in Zukunft in der Südkurve stehen können. 

Im Rahmen des Neubaus plädieren vor allem die Sicherheitsbehördern dafür, dass die Jena-Fans in den Norden umziehen und die Südkurve künftig als Gäste- und Pufferblock dient. So soll eine bessere Fantrennung gewährleistet werden, argumentieren die Befürworter dieser Variante.

Doch die Jena-Fans wollen ihren Standort behalten – und legen sich dafür nun mächtig ins Zeug. Mit einer Crowdfunding-Kampagne namens „crowdFANding“ wollen sie die Mehrkosten eines Verbleibs in der Südkurve selbst tragen. Auch ein eigenes Sicherheitskonzept haben sie bereits vorgelegt. „Wir werden nicht akzeptieren, dass diese Mehrkosten der lokalen Politik als Totschlagargument dienen und unsere SÜDKURVE in weite Ferne rückt“, heißt es von den Initiatoren. Das Minimalziel der auf zehn Wochen angelegten Aktion liegt bei 50.000 Euro, nach oben hin gibt es natürlich keine Grenzen. Kurz nach dem Start ist bereits die beachtliche Summe von 13.000 Euro zusammengekommen:

Anzeige

Um den potenziellen Spendern ein Engagement schmackhaft zu machen, erhalten Unterstützer zum Beispiel für eine Spende in Höhe von zehn Euro eine Dankespostkarte, für Spenden ab 100 Euro gibt es einen Schal und ab 250 Euro sollen die Unterstützer mit ihrem Namen auf einer Steintafel in der neuen Südkurve verewigt werden.

„Die SÜDKURVE ist seit Ewigkeiten DER Platz der aktiven FCC-Fans, Ausgangspunkt lautstarker und optischer Unterstützung. Hier kommen seit Generationen die blau-gelb-weißen Anhänger zusammen, organisieren sich, zeigen fulminante Choreografien und stehen wie ein 12. Spieler kreativ und unüberhörbar hinter ihrem Team“, begründen die Initiatoren ihr Engagement für einen Verbleib der aktiven Fanszene in der Südkurve.

Bei der Kampagne handelt es sich um das Pilotprojekt der neuen Plattform „crowdFANding“. Diese soll nach erfolgreichem Start auch anderen motivierten Projekten der Fanbasis zur Verfügung stehen. Wisssenschaftlich begleitet wird die Aktion durch das Fraunhofer-Zentrum für internationales Management und Wissensökonomie.

Zum offiziellen Start der Aktion versammelten sich gestern rund 300 Jena-Fans im Jenaer Stadtzentrum zu einem Flashmob, um dort mit Flyern und Plakaten auf ihre Kampagne aufmerksam zu machen: