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National

„Jahresbericht Fußball“ der Polizei NRW veröffentlicht

Autor: Sören Stephan Veröffentlicht: 11. Oktober 2014
Quelle: imago/fanzeit

Heute ist der „Sporteinsätze NRW-Jahresbericht Fußball Saison 2013/2014“ der Polizei NRW erschienen. In diesem wird neben einer zusammenfassenden Bewertung der Polizeieinsätze im Rahmen von Fußballspielen speziell auf die Störer- und Sicherheitslage eingegangen. Der Bericht bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.07.2013 – 30.06.2014 und umfasst 604 stattgefundene Spiele in den ersten vier Ligen.

Zunächst hält die Polizei fest, dass das große Interesse an Fußballspielen in NRW ungebrochen groß ist. Etwa 5,8 Millionen Zuschauer verfolgten die Spiele der ersten beiden Ligen in NRW. Bei Spielen der ersten vier Ligen in NRW kam es insgesamt zu 2742 Strafverfahren, 2482 Freiheitsentzügen und 386 verletzten Personen.

Unter dem Punkt „Störerlage“ fasst die Polizei NRW 3399 Personen der Kategorie B (gewaltbereit) und 1283 der Kategorie C (gewaltsuchend) in NRW zusammen. Dabei gilt es  natürlich zu beachten, dass in der Dritten Liga lediglich fünf Clubs aus Nordrhein-Westfalen teilnehmen, in der Regionalliga sind es achtzehn. Hier gibt es zudem besonders viele „traditionsreiche Vereine mit entsprechendem Störerpotential“. Insgesamt gab es einen leichten Rückgang der eingestuften Personen zu verzeichnen, allerdings keine Trendwende.

 

Die Statistik über die Verletzungen in Zusammenhang von Fußballspielen bezieht erstmals zwei Verletzungsursachen mit ein. Zum einen durch Pyrotechnik entstandene Verletzungen, zum anderen Verletzungen durch „polizeiliche Reizstoffe“. Letztere sind knapp in der Überzahl. Der deutliche Anstieg der verletzten Personen in der Regionalliga West ist vor allem den Begegnungen zwischen KFC Uerdingen, Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen zuzuschreiben.

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Im Zeitraum des Berichts wurden in den ersten beiden Ligen 2239 Strafverfahren eingeleitet, 18 Prozent mehr als in der Vorsaison. Dies liegt vor allem an einem Zuwachs der Straftaten bei Zweitligaspielen. Im Schnitt führt ein Bundesliga-Spiel zu 13,8 Strafanzeigen, ein Spiel in der 2. Bundesliga 9,9 Anzeigen – bei ungleich geringerem Zuschaueraufkommen. In der 3. Liga wurden insgesamt 278 Verfahren eingeleitet.

Bezüglich der Tatorte der Straftaten in Zusammenhang mit Spielen unterscheidet der Bericht zwischen dem Stadion selbst (inklusive Einlasskontrollen), dem unmittelbaren Umfeld (z.B. Parkplätze) und dem Stadtgebiet. Auffallend ist hierbei, dass in der 2. Bundesliga weit mehr Straftaten im Umfeld geschehen als im Stadion selbst.

Weitere Punkte des Berichts findet ihr grafisch aufbereitet in der fanzeit-Bildergalerie auf Facebook.

  st / MoG