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National

Jacke sorgt für 360 Euro Strafe

Autor: Zienau Veröffentlicht: 21. Januar 2015
Quelle: imago

Vermummung ist eine gängige Praxis, will man bei Straftaten, oder ähnlich kontroversen Aktionen, nicht erkannt werden. Das Ganze ist effektiv und innerhalb einer großen Menschenmenge auch nur schwer von offizieller Seite zu entwirren. Allerdings sollte man schon darauf achten, dass Menschen nicht nur am Gesicht erkannt werden können. Dies kam einem Fan von Hansa Rostock nun teuer zu stehen.

Rückblick: An Allerheiligen 2013 fand die Partie zwischen Preußen Münster und Hansa Rostock abends und bei Flutlicht statt. Diese Gelegenheit nahmen einige Hansa Fans wahr und veranstalteten eine Pyro-Show, die durch die Dunkelheit recht eindrucksvoll ausfiel. Dafür vermummten sie sich und kletterten auf den Abgrenzungszaun, um ihre Feuerwerkskörper möglichst effekt- und eindrucksvoll zu schwenken. Bevor die Polizei eingreifen konnte, hatten sich die Fans danach schnell wieder in der Menschenmenge der anderen Rostock Fans versteckt.

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Zumindest alle bis auf einen. Der wurde aufgrund seiner sehr hellen Jacke identifiziert und festgenommen. In einem langwierigen Verfahren, durch zwei Instanzen der Judikative hindurch, konnte zwar keine Beteiligung am Feuerwerk nachgewiesen werden, die Vermummung jedoch schon,da diese durch Polizeifotos zweifelsfrei belegt wurde. Nun wurde der Fan zu dreißig Tagessätzen von je 12 Euro verurteilt. Der ursprüngliche Satz von 50 Euro wurde reduziert, da das Einkommen des Hanseaten zu gering ausfiel.

Eine Lektion lässt sich aus der ganzen Sache ziehen. Sollte man sich effektiv vermummen wollen, lässt man die auffällige Lieblingsjacke am besten im Schrank.

mz