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Ist der verliebte St. Pauli-Ultra aus Bad Gandersheim ein Nazi?

Autor: Florian Nussdorfer Veröffentlicht: 26. August 2014
Quelle: imago

Eine rätselhafte Serie von Straftaten erschüttert das niedersächsische Städtchen Bad Gandersheim. Und es wird immer mysteriöser. Ein unbekannter Sprayer trieb bereits vor gut zwei Wochen sein Unwesen in dem Ort. Nun hat er erneut zugeschlagen. Und weitere Hinweise auf seine Person gegeben. Handelt es sich bei dem liebestollen St. Pauli-Ultra etwa um einen Nazi?

Bei seiner letzten Tat hinterließ der Schmierfink neben Beleidigungen und dem Kürzel „USP“ auch Liebesgrüße an einer Hauswand. Alles in roter Farbe. Das Polizeikommisariat Bad Gandersheim setzte seine besten Profiler an den Fall und kam zu dem Schluss, dass es sich um einen verliebten St. Pauli-Ultra handeln müsse.

In der Nacht zum vergangenen Donnerstag war der mutmaßliche Täter nun erneut aktiv. Wie die Gandersheimer Polizei mitteilt, verunstaltete er in der Holzmindener Straße eine Bushaltstelle in Höhe eines Einkaufsmarktes. Erneut benutzte er rote Farbe und erneut hinterließ er das Kürzel „USP“.

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Doch dieses Mal sprayte er zusätzlich noch ein Hakenkreuz. Was allerdings so gar nicht ins Bild eines Ultras des FC St. Pauli passen will, ist der Antirassismus doch eines der fundamentalen Gruppenideale von USP.

Wollte der Täter die Polizei mit der Aktion also nur in die Irre führen? Steht „USP“ möglicherweise gar nicht für „Ultras St. Pauli“ sondern für „Universidade de São Paulo“ und der Gesuchte ist Brasilianer? Fragen über Fragen und noch eine Menge Arbeit für die Profiler des Polizeikommissariats Bad Gandersheim.