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National

Ismaik reicht Klage gegen 50+1-Regel ein

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 01. Juli 2017
Quelle: imago

Hasan Ismaik, Investor beim TSV 1860 München, will die 50+1-Regel in Deutschland zu Fall bringen.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat der Jordanier am Freitag beim Bundeskartellamt in Bonn eine offizielle Beschwerde gegen die Regelung eingereicht. „Diese Regel ist eine Scheinregel, die den deutschen Fußball nicht schützt, sondern ihm extrem schadet“, begründet Ismaik den Schritt auf seiner Facebook-Seite.

„Ich werde all meine Kräfte einsetzen, damit 50+1 fällt“, so der Investor weiter. Gegenüber der SZ kündigte er an, notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.

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Ismaik stört vor allem, dass Vereine wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim sich nicht mehr an die Regel hallten müssen, weil ihre Investoren dort bereits seit mehr als 20 Jahren fördernd tätig sind. „Warum lässt der DFB zu, dass diese Regel nicht bei allen Vereinen gleich angewandt wird?“, fragt Ismaik. „Warum gilt nicht gleiches Recht für alle? 50+1 ist ein Farce.“

Auch mit den Klubverantwortlichen rechnet der Jordanier in seinem Statement ab: „Beim TSV 1860 verstecken sich ehrenamtliche Funktionäre hinter 50+1. Sie verwalten meine Millionen und lachen mich aus. Eigentlich sollten Fußballvereine wie Wirtschaftsunternehmen geleitet werden, von Profis. Bei 1860 dagegen wird der Verein wie eine Würstchenbude geführt.“

Nach der 50+1-Regel dürfen Investoren bei Vereinen zwar die Mehrheit der Kapitalanteile, nicht jedoch die Mehrheit der Stimmanteile übernehmen. Experten mahnen seit längerer Zeit, dass dies gegen geltendes Recht verstoßen könnte.