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Hintergründe

„Immer gegen den Strom“

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 23. Mai 2016
Quelle: YouTube I Camaro.tv

Während viele Fußballfans der 80er und 90er Jahre vor allem laut zu Rock-Hymnen gröhlten, hat sich in letzter Zeit insbesondere unter Ultras Rap als beliebteste Musikrichtung etabliert. Dabei greifen immer mehr Ultras auch selbst zum Mikrofon. So auch Camaro aus Mainz. Mit seinem ersten Sampler will er die Kasse der eigenen Gruppe aufbessern. 

Als Appetithäppchen hat Camaro, der schon sein leben lang Rap hört und 2014 begann, eigene Texte zu schreiben, kürzlich das Outro des geplanten Samplers veröffentlicht. Darin rappt er über seine Heimatstadt und das Gefühl, in der Kurve des FSV zu stehen. Alles getreu dem Motto „Sonntags ist Zufall – wo du aufwachst –  denn Samstag war Fußball!“.

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In der Sommerpause will der Rapper seinen ersten Sampler fertigstellen und dann zur neuen Saison vor dem Block verkaufen. Alles in Eigenregie, alles Handarbeit. Die Erlöse sollen dabei komplett seiner Ultragruppe, den Chaos Boys Mainz, zukommen und für Choreos und Fahnenmaterial verwendet werden – oder für den Fall, das ein Mitglied der Gruppe einmal nicht genug Geld für eine Auswärtsfahrt zur Verfügung hat.

„Ultrá ist für mich die Liebe zum Verein, zur Stadt und zur eigenen Gruppe zu leben“, sagt Camaro. „Jeden Tag aufzuwachen und an diese Dinge zu denken, jeden Tag einzuschlafen und an diese Dinge zu denken!“ Auch zwischen Rap und der Ultra-Bewegung sieht der Musiker durchaus Parallelen: „Rap sollte immer sozialkritisch sein, gegen den Strom, was Ultra für mich auch ist und sein sollte!“