Anzeige

National

„Ich empfinde es als lästig, wir brauchen Ruhe“

Autor: Nicolas Breßler Veröffentlicht: 26. März 2015
Quelle: imago

Eine Einigung im Dauerzwist zwischen einigen Fangruppen in Hannover und 96-Präsident Martin Kind scheint im Moment weit entfernt. Kind gab im kicker-Interview aber an, weiterhin „gesprächsoffen“ zu sein.

Anzeige

„Ich bin gesprächsoffen und denke lösungs- und zukunftsorientiert.“, ließ Kind im Interview mit dem kicker verlauten. Ingesamt vertritt der Präsident aber weiterhin eine klare Meinung zur ganzen Problematik: „Ich empfinde es als lästig, wir brauchen Ruhe. Ich habe den Mut zu sagen, dass wir das Stimmungsproblem zwar immer noch hätten, wenn wir sportlich erfolgreicher wären, aber es wäre geringer.“ Des Weiteren ließ Kind anklingen, dass man die Schwierigkeiten zwischen Teilen der Fans und Vereinsspitze anders lösen sollte, als durch den momentanen Stimmungsboykott: „Unsere Fanszene spricht immer von der großen Liebe zu Hannover 96. Dann denke ich aber, dass sie die Mannschaft auch in schwierigen Zeiten unterstützen muss und ihr Problem mit mir anders lösen sollte.“

Anfang März hatte die Vereinsführungen einen offenen Brief veröffentlicht, der zu heftigen Reaktionen in der Fanszene führte. Auch dazu äußerte sich Kind: „Ich bin der Meinung, dass jeder einen Brief so liest, wie er ihn lesen will. Aber sicher gehört das auch bei uns zum Lernprozess, und zwar dahingehend, dass wir hätten versuchen müssen, den Brief nicht aus unserer Sicht zu lesen, sondern aus der der Empfänger.“ Kind gab zudem zu in der Angelegenheit zu lange zu passiv gewissen zu sein, dies aber nun durch Schaffung einer Plattform des Austauschs ändern zu wollen, um den Dialog zu verbessern.