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National

HSV-Ultras umgehen Sicherheitsmaßnahmen und ziehen in den Oberrang

Autor: fanzeit Veröffentlicht: 04. März 2018
Quelle: imago

Aus Angst vor Ausschreitungen hatte der Hamburger SV für das Abstiegsduell gegen den 1. FSV Mainz 05 die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Diesen wollten sich die Hamburger Ultras jedoch nicht aussetzen und wechselten kurzerhand ihren Standort.

Statt wie gewöhnlich auf den Stehplätzen hinter dem Tor der Nordtribüne versammelten sich die Gruppen Poptown Hamburg, Castaways und Clique du Nord in der Nordostecke des Oberrangs. Ihren Unmut über die erhöhten Zäune brachten die Fans zudem durch Hinweiszettel mit den Aufschriften „Bitte nicht füttern“ und „Affen werfen mit Kot“ zum Ausdruck.

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Unter der Woche hatte der HSV die Zäune vor der Nordtribüne erhöht, offenbar um im Falle einer Niederlage einen möglichen Platzsturm zu verhindern. Bereits nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen hatten HSV-Fans kurzzeitig den Innenraum betreten. Zudem verhängte der Verein für die Partie gegen Mainz eine Sektorentrennung und ein Alkoholverbot.

Auf die anhaltende sportliche Talfahrt ihres Vereins sowie die Diskussionen um ihren Auftritt beim Nordderby in Bremen reagierten die Ultras mit einigen Spruchbändern. „Fußballzerstörer? Fußball haben wir diese Saison noch nicht gesehen“, „Würdet ihr so spielen, wie wir zünden, hätten wir keine Probleme!“, „Brem‘ aufmischen? Kein Ding Berni!“ und „El Comandante Hoffmann: War das genug aufmischen?“ war im Oberrang zu lesen. Mit den letzten beiden Transparenten spielten die Ultras auf Aussagen des neu gewählten HSV-Präsidenten Bernd Hoffmann vor dem Nordderby an, „mit 5.000 Hamburgern Bremen aufmischen“ zu wollen.

Mit einer Hiobsbotschaft startete der Tag derweil für zahlreiche Fans des 1. FSV Mainz 05. Wegen eines technischen Defekts konnte der geplante Sonderzug der Mainzer seine Reise nach Hamburg nicht antreten. Somit mussten die Fans auf Regelverbindungen oder private PKW ausweichen.

Das Geld für die Sonderzug-Tickets erhalten die Mainz-Fans zurück. Anhängern, die durch den Zugausfall das Spiel in Hamburg verpassten, erstattet der Verein zudem das Geld für die Eintrittskarte.